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Was tun gegen Lebensmittelverschwendung?

(c) Pexels CC0

02.06.2013

Unterrichtsmaterial gibt Tipps

In Deutschland werden jedes Jahr geschätzte elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – obwohl der Großteil noch genießbar gewesen wäre. Das ist nicht nur ethisch fragwürdig. Die große Lebensmittelverschwendung vernichtet auch unnötig natürliche Ressourcen und kostet die Konsumenten viel Geld. Wie Lebensmittelabfälle zustande kommen und wie sie sich vermeiden lassen, ist Thema des aktuellen Materials der Woche.

Herausgegeben wurden es vom österreichischen Lebensministerium im Rahmen seiner Initiative „Lebensmittel sind kostbar“. Die Schulunterlagen eignen sich für die Sekundarstufe 1 und decken mit fünf Entwürfen für Unterrichtsideen verschiedene Aspekte des Themas ab. Vom Verbraucherzentrale Bundesverband beauftragte Bildungsexperten bewerten die Unterrichtsvorschläge und deren Aufbereitung mit „sehr gut“. 

Das lernen die Schülerinnen und Schüler
Das österreichische Lebensministerium will mit den Materialien den Blick Jugendlicher für den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln schärfen. In den einzelnen Unterrichtsentwürfen werden die Schülerinnen und Schüler unter anderem dazu angeleitet, das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung in ihrem eigenen Umfeld zu erforschen und Strategien zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen zu entwickeln. Sie lernen etwas über die Herkunft ausgewählter Nahrungsmittel und verschaffen sich einen Überblick über deren optimale Lagerung sowie über unterschiedliche Verfahren zur Konservierung. Außerdem erhalten sie Einblick in die Arbeitsschritte und Ressourcen, die zur Produktion verschiedener Lebensmittel nötig sind.

Aufbau und Inhalte des Materials
Die fünf Unterrichtsentwürfe lassen sich separat oder im Block einsetzen. Einleitende Basisinfos geben den Lehrerinnen und Lehrern einen Überblick über das jeweilige Thema, die verfolgten Lernziele und benötigten Materialien. Für alle Unterrichtsentwürfe steht ein Ablaufplan zur Verfügung, der detailliert Inhalt und Dauer der vorgeschlagenen Unterrichtsphasen dokumentiert und Verbindungen zu den (österreichischen) Lehrplänen herstellt. Lehrkräfte können neben den einzelnen Arbeitsblättern auf weitere ergänzende Materialien zugreifen, etwa auf Infoblätter zur Haltbarkeit von Lebensmitteln oder zur ausgewogenen Ernährung.

Methodisch-didaktisch Hinweise
Die fünf Unterrichtsvorschläge eignen sich für den Einsatz in natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern, aber auch für den Sprachunterricht oder das Training von Finanzkompetenzen. Methodisch setzen die Autoren auf einen breiten Mix: Unterrichts- und Gruppengespräche zählen dazu, Aufgaben zur Plakatgestaltung oder Recherchen im Internet und der eigenen Umgebung. Im Unterrichtsvorschlag „Lebensmittel selber produzieren“ stehen das gemeinsame Gärtnern und Ernten eigener Nahrungspflanzen sowie deren gemeinsames Kochen bzw. Konservieren auf dem Stundenplan.