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Bildwelten

Bildwelten

Mein Bild gehört mir

Das Material "Bildwelten. Mein Bild gehört mir" richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe und bietet Unterrichtsmaterialien zum Umgang mit Bildern im Internet. Dabei werden sowohl ethische als auch rechtliche Aspekte berücksichtigt.
Das Material gliedert sich in sich in vier Bereiche: Die Ausgangssituation (1) beschreibt die Lernziele dieser Einheit, die Entwicklung der Fotografie wird von ihren Anfängen bis heute kurz zusammengefasst und die Bedeutung des Umgangs mit Fotos bei Jugendlichen herausgestellt. Es werden die Möglichkeiten der kreativen Medienarbeit skizziert und auf die möglichen Gefahren der Rechtsverletzung eingegangen.
Der Lehrkraft wird ein 90-minütiger Unterrichtsablauf (2) vorgeschlagen, der aus sechs Phasen besteht. Zu jeder Phase gibt es Arbeitsblätter und Vorschläge zur Umsetzung. Zudem bietet das Material Hintergrundinformationen (3) zu den Persönlichkeits- und Urheberrechten. Zuletzt gibt es Vorschläge, wie sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrperson diese Unterrichtseinheit und den Lernerfolg dokumentieren (4) und reflektieren.

Mit vielfältigen Methoden werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, ihre Verantwortung beim Teilen von Bildern im Internet zu reflektieren. Dabei geht es um ethische Aspekte sowie um rechtliche Bestimmungen. Wobei die ethischen Aspekte insgesamt zu kurz kommen: Den Lehrkräften werden nur Hintergrundinformationen zu den rechtlichen Bestimmungen gegeben. Viele Aspekte sind leider bereits nicht mehr ganz aktuell und das Thema wird nicht umfangreich genug besprochen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Im Fokus dieses Materials steht der Umgang mit eigenen Bildern im Internet, dies wird sowohl unter ethischen als auch rechtlichen Aspekten betrachtet. Das Material hat die Veröffentlichung eigener Fotos im Netz zum Thema. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, ihre Verantwortung beim Teilen von Bildern im Internet zu reflektieren. Dabei liegt der Schwerpunkt, komprimiert auf 19 Seiten, auf der eigenen Darstellung im Netz sowie bei Bild-, Persönlichkeits- und Urheberrechten. Auf andere Themen, die mit dem Posten von Bildern im Internet im Zusammenhang stehen, wie beispielweise Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen der Diensteanbieter wird zu wenig und auf Cybermobbing gar nicht eingegangen. Wenn der Umfang der Handreichung bewusst klein gehalten wurde, wären Erwähnungen und weiterführende Links dazu sinnvoll. Die Quellenangaben beinhalten jedoch lediglich die Nachweise der Zitate. Die vorgeschlagenen Methoden für den doppelstündigen Unterricht sind sehr vielseitig und handlungsorientiert. Die Nähe zur Lebenswelt von Jugendlichen wird aufgegriffen. Durch das Erstellen eines 'Steckbriefs' mit einem eigenem Foto und die darauffolgende Diskussion über Fremd- und Selbstwahrnehmung mit den Mitschülerinnen und -schülern werden alle Schülerinnen und Schüler angesprochen und der Lerngegenstand wird greif- und erlebbar. Teils bedingt durch das Erscheinungsdatum fehlt es an Aktualität, so werden Smartpones und die beliebten Dienste von Jugendlichen, worüber die meisten Bilder verwaltet und geteilt werden, nicht thematisiert. Gerade bei den beliebten Dienstanbietern sind die Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen hinsichtlich des Urheberrechts sehr interessant. Genau so eine Übertragung in das alltägliche Handeln der Jugendlichen sieht das Material nicht vor. Deutlich bemerkbar ist, dass die Materialien aus dem Hause Microsoft stammen, so werden die hauseigenen Produkte und Betriebssysteme für die Umsetzung vorausgesetzt. Eine Alternative wird nicht angeboten. Gerade die Teilaufgabe, eine Bilddatenbank auf einem Microsoft Rechner (Windows 7) anzulegen ist sehr speziell. Neben diesem Unterrichtsentwurf stehen den Lehrkräften Arbeitsmaterialien und Hintergrundinformationen zur Verfügung. Die Hintergrundinformationen thematisieren nur die rechtlichen Bestimmungen, diese sind aufgrund ihrer Übersichtlichkeit und beispielhaften Erläuterungen positiv hervorzuhaben. Dennoch fehlt die Ausführung der ethischen Aspekte. Zuletzt werden die Lehrkräfte angeregt, ihren Unterricht zu reflektieren und zu dokumentieren sowie aufgefordert, den Schülerinnen und Schülern ein Arbeitsblatt zur Reflexion und Ergebnissicherung zu geben. Der Aufbau des Materials ist sehr gut strukturiert und Grafiken und Bilder sind unterstützend sinnvoll eingesetzt. Jedoch könnten die Struktur durch eine kurze Erläuterung oder ein Inhaltsverzeichnis einleuchtender sein. Insgesamt ist das Thema Bilder im Internet sehr nah an der Lebenswelt der Jugendlichen und es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Onlinehandeln reflektieren. Das Material widmet sich dem Thema nicht umfangreich genug. Einzelne Module und die Hintergrundinformationen können gut in den Unterricht integriert werden.
Erscheinungsjahr
2011
Autor/in
Anja Monz, Undine Griebel, Ronald Schäfer
Reihe
originale-setzen-zeichen.de
Preis
ISBN