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Cybermobbing - was tun?

Der Wissenspool „Cybermobbing – was tun?“ bietet Unterrichtsmaterialien für SchülerInnen der Klassen 7-10 rund um das Thema „Cybermobbing“.

Anhand von 4 Filmen („Sendungen“ genannt )bearbeiten die SchülerInnen die sechs Arbeitsblätter.

„Cybermobbing – Was tun?“ ist ein ca. 30-minütiges Video. Eine Unterteilung in Kapitel erleichtert die Übersicht über die Inhalte. Erzählt wird die Geschichte zweier zusammenhängender Fälle von Cybermobbing. Dieser Erzählstrang ist im Comic-Stil gehalten. Die Geschichte wird von Expertenkommentaren unterbrochen, die die jeweiligen Situationen kommentieren und einordnen. So kommen nicht nur eine Psychologin und ein Jurist zu Wort, sondern es werden auch die „Medienscouts“ vorgestellt, die an Schulen kommen und den SchülerInnen den richtigen Umgang mit Medien beibringen. Mit einem Experiment, das Cybermobbing in einer Gesprächsrunde simuliert, wird Anregung zur Reflexion gegeben. So wird nicht nur ein Konfliktszenario aufgerollt, sondern auch Präventionsmaßnahmen, Befähigungsmechanismen und Professionelle Beratungsmöglichkeiten vorgestellt. Im Video „Cybermobbing – Was tun? kommen die „Medienscouts der Gesamtschule Essen-Borbeck“, eine Expertin des „Nummer gegen Kummer e.V.“, „Rechtsanwalt Udo Vetter“, „Cyberpsychologin Dr. Catarina Katzer“ zu Wort. Das Experiment beschließt die Extras. Auch dieses Video ist in Kapitel unterteilt. „Cybermobbing – Was tun? Comic Megan“ ist leider nicht verfügbar. „Cybermobbing – Was tun? Comic Joshi“ stellt nochmals den Fall Joshi vor.

Zu allen Arbeitsblättern finden die Lehrenden die Antworten in ihren Kontrollblättern vor. Arbeitsblatt eins fordert zur Beschreibung der Handlung des Doku-Comics und der Reflexion des Handelns der Hauptdarsteller und des eigenen möglichen Handelns auf. Hier geht es um die Annäherung an die Problematik des Cybermobbing und darum, die Perspektive unterschiedlicher Akteure und Opfer von Cybermobbing einzunehmen, Beweggründe für Handeln zu verstehen und Auswege aus solchen Krisensituationen zu finden. Arbeitsblätter zwei bis fünf fokussieren Interviews mit Experten. Hier ist Aufgabe, nach Sichtung der Filme Zitate aufzuschreiben und zentrale Informationen daraus in MindMaps zusammenzutragen. Was haben Medienscouts, ein Rechtsanwalt und eine Psychologin als Experten zu sagen? Niederzuschreiben sind „wichtige Zitate, Ursachen, Folgen für die Opfer und Lösungsvorschläge“. Arbeitsblatt sechs fordert die SchülerInnen auf, Steckbriefe zu Gesetzesparagrafen anzufertigen und sich Beispiele dazu zu überlegen. Mit einem Blick auf die Persönlichkeitsrechte und der Erarbeitung eigener Beispiele schließt der Unterrichtsvorschlag. Die Arbeitsblätter sind als Ergänzung zu den vier kurzen Sendungen zu sehen und können nicht unabhängig von den Filmen genutzt werden.

Lehrende finden neben einer Liste mit den Unterrichtsphasen und Inhalten auch Hinweise auf Sozialformen beim Lernen (Plenum, Gruppenarbeit, Partnerarbeit) sowie die benötigten Arbeitsmaterialien und Medien (Arbeitsblätter, PC, Beamer, Plakate, Stifte, Klebeband). Zeitangaben zum Umfang der mehrteiligen Unterrichtseinheit werden nicht gemacht. Curriculare Zuordnungen der Unterrichtseinheit sind für die Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland verfügbar. Das Material steht kostenlos zum Download bereit.

Cybermobbing ist ständige Gefahr und Thema bei Jugendlichen. Mit dem Unterrichtsvorschlag von „planet schule“ ist ein überschaubarer Wissenspool verfügbar gemacht, mithilfe dessen SchülerInnen der Klassen 7-10 kritisch, diskursiv, emphatisch und handlungsorientiert das Thema „Cybermobbing“ erarbeiten und so ihre theoretische und praktische Medienkompetenz erweitern können. Das online verfügbare Unterrichts-, Video- und Arbeitsmaterial bemüht sich um inhaltliche Vielfalt und perspektivische Diversität. So sollen die SchülerInnen zu kritischen und reflexiven Einstellungen zu Gewalt im Netz und ihrem Alltag angehalten werden. Die vorgeschlagene Bearbeitung der Themen in Gruppen ist diesem Ziel zuträglich. Die Sichtweise von Experten, die in den Videos zum Ausdruck kommt, ist Denkanstoß und Argumentationsgrundlage für die SchülerInnen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Die Behandlung des Themas „Cybermobbing“ in den Klassen 7-10 ist mit dem Unterrichtsmaterial „Cybermobbing – Was tun?“ gut zu bewerkstelligen. Die Förderung von kritischer Medienkompetenz und die Reflexion des eigenen Mediennutzungs- und Sozialverhaltens ist mit der Aufgabenstellung sehr handlungsorientiert konzipiert. Der ständige Bezug zum Alltag der Lernenden in Filmen und Aufgabenstellung lässt das Thema plastisch und nicht isoliert erscheinen.Zahlreiche Videos und sechs Arbeitsblätter thematisieren das eigene Verhalten im Social Web, leiten zum Reflektieren des Mediennutzungsverhaltens und des Sozialverhaltens an, geben Hinweise auf Lösungsstrategien in Konfliktfällen, zeigen die psychologische Perspektive auf das Thema und weisen auf rechtliche Dimensionen hin. Die vorgeschlagenen Sozialformen regen zum eigenständigen Erarbeiten in Gruppen und dem diskursiven Austausch mit den MitschülerInnen an.Filme, Arbeits- und Kontrollblätter sind kostenlos online abrufbar, ebenso die Einordnung der curricularen Bezüge für einige Bundesländer sowie Literatur und weiterführende Links für Lehrende, Eltern und SchülerInnen.Die Arbeitsblätter sind überschaubar und übersichtlich. Zwar sind sie grafisch einfach und eher wenig ansprechend gestaltet, erfüllen aber unaufgeregt ihren Zweck. Die Videos sind für Jugendliche interessant gestaltet. Leider ist die Gliederung des Materials schwerfällig. Es erschließt sich ohne Sichtung des Materials nicht, ob einige der Materialien doppelt sind. Eine eindeutige Beschreibung wäre hier sehr von Vorteil, genauso wie Querverweise von den Videos zu den Arbeitsblättern.Aufgrund der Modularität des Unterrichtsvorschlags steht es den Lehrenden frei, Schwerpunkte auf bestimmte Aspekte der Thematik zu legen. Da die Bearbeitung der Arbeitsblätter die vorherige Sichtung des Filmmaterials voraussetzt, müssen Lehrende dies als Zeitaufwand in die Unterrichtsvorbereitung einkalkulieren. Unterstützung in Planung und Unterrichtsvorbereitung finden die Lehrenden in den mitgelieferten Themen und Bezügen auf Lehrpläne sowie den weiterführenden Links und Literaturangaben.Die Verwendung von PC und Beamer ist vorgesehen. Daneben genügt es, den Lernenden für die Arbeitsphasen Papier und Stifte zur Verfügung zu stellen.Insgesamt sind insbesondere die Videos sehr gelungen und bieten den Jugendlichen ein umfangreiches und diskursives Bild der Problematik.
Erscheinungsjahr
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