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Der Schein trügt

Das sign-Unterrichtsmaterial "Der Schein trügt" stellt einen Geschmackstest von Lebensmitteln und damit verbunden die Bedeutung des Sehsinns in den Mittelpunkt. Es enthält zunächst kurze Angaben zum angestrebten Lernziel, zum Zeitbedarf und zur Zielgruppe.

Es folgen organisatorische Hinweise zur Vorbereitung, methodische Tipps zur Durchführung und Auswertung des Geschmackstest sowie eine Materialliste. Unter den Fachinformationen für Lehrkräfte werden grundlegende Aspekte zum Sehsinn bei der Beurteilung und Auswahl von Lebensmitteln formuliert. Abgerundet wird der Unterrichtsvorschlag durch Verweise auf geeignete Literaturquellen.

Hinweis: Das Sign-Projekt ist derzeit nicht erreichbar. Bis zur Klärung ist die niedersächsische Präventionsseite nicht mehr im Netz zu finden. Näheres siehe http://www.taz.de/!79894/

Das vorliegende Sign-Unterrichtsmaterial "Der Schein trügt" ist eine Station zum Seh- und Geschmackssinn. Es enthält eine handlungsorientierte Vorgehensweise durch die Lernenden und ermöglicht ihnen echte Begegnungen und somit eigenes Erfahren. Hier geht es gezielt darum den Lernenden die unmittelbare Verknüpfung von Seh- und Geschmackssinn bewusst zu machen. Das Unterrichtsmaterial konfrontiert die Lernenden eindrucksvoll mit dem Phänomen, dass sie als Verbraucherin/ Verbraucher Lebensmittel mit einer entsprechenden Erwartungshaltung in Bezug auf ihr Aussehen und ihren Geschmack konsumieren. Die dazu aufgeführten Hinweise zur Unterrichtsdurchführung sind ohne spezifisches Vorwissen klar verständlich und minimieren den Arbeitsaufwand für die Lehrperson. Daher ist das vorliegende Material mit - sehr gut - zu bewerten.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Das Sign-Unterrichtsmaterial "Der Schein trügt" enthält eine Unterrichtsidee, die im Besonderen darauf abzielt, die Bedeutung des Sehsinns für die eigene Geschmackswahrnehmung hervorzuheben. Hier geht es gezielt um das Bewusstmachen der engen und unmittelbaren Verzahnung von Seh- und Geschmackssinn. Täglich begegnen wir dem Phänomen, dass wir als Verbraucherin/ als Verbraucher mit einer selbstverständlichen Erwartungshaltung essen. Wir assoziieren mit bestimmten Farben mehr oder weniger konkrete Geschmacksrichtungen. Genau dieses Phänomen greift das Unterrichtsmaterial auf und möchte die Lernenden gezielt damit konfrontieren. Das Hauptlernziel wird formuliert. Der Erwerb grundlegender Kompetenzen wird bei den unterrichtlichen Hinweisen nicht explizit formuliert. Dies ist allerdings im Kontext gesehen nicht nachteilig, da hier deutlich darauf verwiesen wird, dass das Material als eine Station des Unterrichtsmaterials "Sinnesparcours" gesehen werden kann/ muss. Die ausgewählte Arbeitsform impliziert bedingt die Möglichkeit selbstbestimmten Arbeitens. Den Lernenden wird zwar die Möglichkeit gegeben, aktiv und selbsttätig zu agieren, allerdings bestimmen sie im Rahmen der Station weniger ihren Weg zum Ziel. Eigene Lernwege werden somit bedingt ermöglicht, da die Vorgehensweise klar vorgegeben ist. Die Handlungsebene wird insofern erreicht, als dass die Lernenden aktiv tätig sein dürfen. Hier werden echte Begegnungen und reale Erfahrungen ermöglicht. Im Rahmen der methodischen Hinweise zur Durchführung des Geschmackstest bietet es sich alternativ an, dass die Lernenden zunächst nicht mit dem Probieren beginnen, sondern das Aussehen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen bewerten und schriftlich festhalten. Im Anschluss kann die "Verkostung" durchgeführt werden. Wiederum werden die Ergebnisse protokolliert. Dies erhöht den so genannten Aha-Effekt und führt nicht zu einer möglichen Verfälschung des Ergebnisses. So wird einer unbewussten Beeinflussung des ersten Eindrucks durch das Schmecken vorgebeugt. Die protokollierten Ergebnisse können so anschaulich gegenübergestellt werden und bieten für die Phase der Auswertung eine aussagekräftige Gesprächsgrundlage. Es wird explizit darauf verwiesen, dass das vorliegende Unterrichtsmaterial eine Station des Unterrichtsmaterials "Sinnesparcours" darstellen kann. Beim Stationenlernen erfolgt eine (Gesamt-) Reflexion am Ende der Auseinandersetzung mit den einzelnen Stationen, so dass der Abschnitt "Auswertung" um diesen Verweis erweitert werden sollte. Das Materialangebot ist für den Unterrichtseinsatz sehr geeignet, da die Hinweise für die Lehrkraft verständlich sind und der Arbeitsaufwand für die Lehrkraft minimiert werden kann. Lediglich das Vorbereiten der zu probierenden Speisen erfordert ein wenig Zeit. Die Inhalte des vorliegenden Materials haben einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder und Jugendliche, denn hier werden das aktive Handeln und das eigene Erfahren möglich gemacht. Insgesamt ist das Material als "sehr gut" einzustufen.
Erscheinungsjahr
2009
Autor/in
Reihe
Preis
0.00 €
ISBN
Materialformat
Schlagworte

Gesamtbewertung

Sehr gut