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Die digitale Revolution

Das bewertete Material wird nicht mehr herausgegeben.

Das Unterrichtspaket 1 des Schulprojekts „erlebe it“ beschreibt die Grundlagen der Informationsgesellschaft und thematisiert aktuelle Entwicklungen. Das Unterrichtsmaterial ist an verschiedene Fächer angebunden.
Die vorliegende Mappe ist in vier Blöcke gegliedert:
■ Geschichtliche Themen
■ Philosophisch-ethische Themen
■ Soziologisch-politische Themen
■ Wirtschaftliche Themen
Die Anbindung an die Fächer steht dabei im Vordergrund. Jedes einzelne Thema besteht aus
einer Lehrerinformation und Arbeitsblättern für den Einsatz im Unterricht. Je nach Klassenstufe
oder Lernstand der Klasse können die Informationen des Arbeitsblattes mit Inhalten aus der
Lehrerinformation ergänzt werden.
Folgende Themenbereiche werden behandelt: Computergeschichte, Informationsgesellschaft und IT und Wirtschaft.

Das Unterrichtspaket „Die digitale Revolution – Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufen I und II“ (Hrsg. BITKOM) greift unterschiedliche Themen der Informationsgesellschaft auf und bettet diese in den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang ein. Dem Themenspektrum entsprechend werden Anbindungsmöglichkeiten an unterschiedliche Fächer aufgezeigt. Neben Informationen für die Lehrperson gibt es pro Thema auch Materialien für die SuS. Aufgrund des Erscheinungsjahrs (2008) sind viele Informationen bereits überholt. Zudem wäre eine tiefer gehende Einführung bei manchen Themen wünschenswert.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Das Unterrichtspaket 1 „Die digitale Revolution – Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufen I und II“ ist erschienen im Rahmen der Reihe „erlebe-it“, einem Projekt der BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Das Unterrichtspaket zielt darauf ab, auf unterschiedliche Themen der Informationsgesellschaft im Unterricht zu behandeln. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass die technischen und medialen Entwicklungen nicht losgelöst betrachtet werden, sondern dass vielmehr auch nach der Faszination der jeweiligen Entwicklungen gefragt wird und die Prozesse gesamtgesellschaftlich eingeordnet werden. Inhaltlich werden unterschiedliche Themenbereiche behandelt, angefangen von der Geschichte des Computers, über MMORPGs bis hin zu IT und Logistik. Dem breiten Themenspektrum entsprechend werden Anbindungsmöglichkeiten (differenziert nach Themenbezug und Lernzielen) an unterschiedliche Fächer aufgezeigt, welche sowohl mit SuS der Sekundarstufe I als auch der Sekundarstufe II behandelt werden können. Das gut strukturierte Unterrichtspaket enthält pro Thema eine Einführung für die Lehrperson, in der neben den Anbindungsmöglichkeiten Hintergrund- sowie Hinweise auf weiterführende Informationen zu finden sind, ebenso wie zahlreiche Unterrichts- und Methodenvorschläge. Letztere sind als Impulse zu verstehen, welche von den Lehrpersonen einer Ausgestaltung bedürfen. Zudem sind Arbeitsblätter für die SuS enthalten, welche neben der Bearbeitung von Texten auch weitere Aufgaben beinhalten, wie z. B. die Erstellung eines Businessplans für ein Internet Start-up. Ein großes Manko des Materialpakets ist die Aktualität, da es bereits 2008 erschienen ist. So wird beispielsweise auf Studien und Daten aus dem Jahr 2007 verwiesen wird. Die meisten Themen sind zwar nach wie vor aktuell, allerdings haben sich teils die Schwerpunkte verschoben oder es liegen wichtige neue Ergebnisse vor, die Berücksichtigung finden sollten. So wird im Kapitel zu sozialen Netzwerken beispielsweise nicht auf facebook eingegangen. Im Kapitel „Virtuelle Realitäten“ mangelt es einerseits an fundierten Ergebnissen bzw. tiefer gehenden Informationen zum Thema „Onlinesucht“. Andererseits ist die vorgenommene Trennung zwischen „Sein oder Online sein“, also zwischen Realität und Onlinewelt, nicht mehr zeitgemäß, da sich Kommunikation und soziales Handeln auf das Internet ausweiten und das Internet längst keinen losgelösten Raum bzw. „Cyberspace“ darstellt. Aus medienpädagogischer Perspektive ist der Unterrichtsvorschlag für das Thema soziale Netzwerke mehr als fragwürdig. Der Lehrperson wird vorgeschlagen, sich für SchülerVZ einladen zu lassen, um dort nach den Profilen der SuS zu suchen, um diese als Einstieg in das Thema soziale Netzwerke vor der Klasse zu zeigen. Die SuS sollen lernen, dass sie in sozialen Netzwerk keinen privaten Raum vorfinden. Die SuS auf diese Weise vorzuführen, scheint allerdings keine adäquate Herangehensweise zu sein.