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Fairtrade

In dieser Unterrichtseinheit geht es um das Fairtrade-Konzept, das hinsichtlich der Kriterien und dem Stellenwert auf dem Weltmarkt am Beispiel der Produktion und des Vertriebs von Kaffee erläutert wird. Es erfolgt eine Begriffserklärung zur biologischen und ökologischen Landwirtschaft. Die positiven Auswirkungen des Fairen Handels werden schwerpunktmäßig am Beispiel Kakao und der daraus erzeugten Schokolade dargestellt, wobei zunächst ein Exkurs über die Geschichte der Schokolade als beliebteste Süßigkeit unseres Landes vorangestellt wird. Die konkrete Umsetzung eines Projektes zwischen Nicaragua und der Schokoladenmanufaktur ZOTTER in Österreich verdeutlicht , wie Industrieländer und Entwicklungsländer voneinander durch Fairen Handel profitieren können. Abschließend sollen Schüler durch ein Planspiel, in dem es um den Aufbau einer fairen Handelsbeziehung zwischen nicaraguanischen Kakaoproduzenten und einem Schokoladenproduzenten geht, die Zusammenhänge von Rohstoffproduktion und Konsum nachvollziehen und eigenständige Lösungen finden.

Schüler ab Klasse 9 erhalten in dieser Unterrichtseinheit hinreichende Informationen, die sie anhand der Arbeitsvorschläge vertiefen und als mündige Verbraucher in ihr Konsumentenverhalten umsetzen können. Ihnen kann ein nachhaltiger Einblick in die Konflikte des Weltmarktes ermöglicht werden, wenn sie umweltpolitische, ökonomische und soziale Interessen im Planspiel erfahren. Von daher ist die Einheit für den Unterricht in höheren Klassen geeignet.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Das Attac-Material zum Bildungsbaustein 10 "Fairtrade" ist geeignet, Schülerinnen und Schülern das Thema Fairer Handel nahe zu bringen, setzt aber bei Schülern ein gewisses Maß an Vorkenntnissen in wirtschaftliche Zusammenhänge voraus, sodass die Inhalte nur für höhere Klassen geeignet erscheinen. Auch die Bearbeitung der Arbeitsaufträge, die sich direkt an den Schüler wenden, sind nur selbstständig zu lösen, wenn diesbezüglich Kenntnisse vorhanden sind. Z.B. die Gestaltung eines Werbeplakates bezüglich Fairtrade-Produkte setzt voraus, dass vorher Werbestrategien erarbeitet worden sind. Oder die Erstellung einer Grafik über die Entwicklung der Verkaufszahlen fair gehandelter Produkte kann nur geleistet werden, wenn Schüler versch. Arten grafischer Darstellung kennengelernt haben. Gruppenteilig oder in anderen Sozialformen kann die Bearbeitung des Themas weitestgehend von Schülern allein bewältigt werden, insofern kann sich die Lehrkraft beratend im Hintergrund halten. Um zu noch tieferen Erkenntnissen zu gelangen, lohnt sich die Durchführung des Planspiels, wobei das Konzept von der Lehrkraft entsprechend in Form von zusätzlichen Arbeitsbögen und Handlungsanweisungen für Schüler eindeutiger ausgearbeitet werden müsste. Die handlungsorientierten Aufgaben wie z.B. der Besuch eines Weltladens sind für Projekttage geeignet. Vorzuschlagen wäre noch, inwieweit Fairtrade-Produkte (Bananen, Orangensaftƒ) in Schulkioske mit aufgenommen werden könnten, eine Chance für die zunehmende Zahl von Ganztagsschulen.
Herausgeber
Erscheinungsjahr
Autor/in
Hans Außerhuber, Marianne Reichhart-Plank,Claudia Zollner, Hrsg. Attac Bundesbüro Frankfurt
Reihe
Preis
0.00 €
ISBN
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