Title

Let´s Play

Methoden zur Prävention von Medienabhängigkeit

Das Handbuch „Let’s Play – Methoden zur Prävention von Medienabhängigkeit“ bietet Lehrkräften und Pädagogen eine Auswahl an Methoden, um mit Jugendlichen über ihren Medienumgang ins Gespräch zu kommen und sie für das Thema Medienabhängigkeit zu sensibilisieren. Im Anschluss an eine kurze Einführung zu den Themen Medienabhängigkeit, Medienkompetenz und Suchtprävention werden in drei Modulen – Einlogger, Playtime, Auslogger – insgesamt 14 Methoden vorgestellt. Den inhaltlichen Abschluss bilden Literaturempfehlungen.

Das Methodenhandbuch „Let’s Play“ kann dazu beitragen, Jugendliche für ihren Medienumgang und das Thema Medienabhängigkeit zu sensibilisieren und leistet einen gelungenen Beitrag zur Mediensuchtprävention. Das Material zeichnet sich durch eine klare Struktur und Methodenvielfalt aus, die dem Lehrenden einen schnellen Einstieg sowie Flexibilität bei der Methodenwahl und -kombination ermöglichen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Mit dem Handbuch „Let‘s Play – Methoden zur Prävention der Medienabhängigkeit“ ist es dem Fachverband Medienabhängigkeit e. V. gelungen, eine Auswahl von praxisnahen und erprobten Methoden für die schulische Arbeit zur Mediensuchtprävention zu veröffentlichen und damit auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe zu reagieren. Die Einführung des Lesers/der Leserin in die Thematik gelingt in einer knappen und präzisen Form, wobei der Fokus auf den Begriffen Medienabhängigkeit, Medienkompetenz und Suchtprävention liegt. Es wird bewusst auf eine intensivere Auseinandersetzung mit theoretischen Fragestellungen und der aktuellen Forschungslage verzichtet, um Lehrkräften einen schnellen Einstieg ohne besonderes Vorwissen und viel Vorarbeit zu ermöglichen. Neben den am Ende aufgeführten Literaturempfehlungen bietet die Webseite der Drogenbeauftragten, in die das Handbuch eingebunden ist, weiterführende und aktuelle Informationen. Eine kurze “Spielanleitung“ erleichtert es dem Leser/der Leserin sich im Handbuch schnell einzufinden. Gleiches gilt für die klare Gliederung in die drei Module 1) Einlogger mit Methoden für den thematischen Einstieg, 2) Playtime für eine gezielte Auseinandersetzung mit Faszination und Sucht und 3) Auslogger für eine abschließende Reflexion. Einzig eine Nummerierung der Methoden im Inhaltsverzeichnis analog zur Bezifferung innerhalb der drei Module wäre für eine noch bessere Übersicht wünschenswert gewesen. Die beschriebenen Methoden sind nach Angabe der Autoren frei kombinierbar und „Ready to Go“, also mit einer geringen Vorbereitungszeit verbunden. Dies gelingt durch eine klare Strukturierung der einzelnen Methoden mit Angaben zu den jeweiligen Rahmenbedingungen (Teilnehmerzahl, Alter und Dauer) sowie den Inhalten und Zielen, zur Vorbereitung und zu erforderlichen Materialien, zur Durchführung und zum Spielverlauf sowie zu Reflexionsfragen. Teilweise sind Arbeitsblätter und Vordrucke eingefügt. Da sich die Methoden in ihrer Komplexität und ihrem zeitlichen Umfang deutlich voneinander unterscheiden, ist die spezifische Benennung der jeweils geeigneten Zielgruppen eine entscheidende Hilfestellung für die Lehrkraft. Mit Hilfe der vorgestellten Methoden wird Pädagogen/innen ein geeignetes Material zur Verfügung gestellt, um mit Jugendlichen über ihren Medienkonsum ins Gespräch zu kommen, sie für das Thema Medienabhängigkeit zu sensibilisieren und ihren Wissensschatz zu erweitern. Die Teilnehmenden werden zur aktiven Mitarbeit angeregt, wobei sowohl Elemente zur kritischen Bewertung der eigenen Mediennutzung als auch Elemente zur aktiven, produktiven Auseinandersetzung mit den Medien selbst Berücksichtigung finden. Der Fachverband Medienabhängigkeit e. V. richtet sich mit dem Material primär an Lehrkräfte für die schulische Arbeit in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 und Gruppen mit idealerweise 12 bis 15 Teilnehmenden, denkt aber auch andere Settings mit, wie beispielsweise die Zielgruppen der offenen oder verbandlichen Jugendarbeit. Bei der Nennung der jeweiligen Rahmenbedingungen der einzelnen Methoden werden neben Schülern/innen zum Teil auch Eltern und Fachkräfte benannt. Leider wird hier auf eine konkrete Beschreibung von Szenarien und Einsatzmöglichkeiten verzichtet.
Erscheinungsjahr
2013
Autor/in
Christina Abke, Angelika Beranek, Patrick Durner, Anika Hundhausen, Sarah Kühl, Andreas Pauly, Dr. Detlef Scholz, Silke Selinger und Markus Wirtz
Reihe
Preis
10.00 €
ISBN
978-3-89967-845-1
Materialformat