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Macht uns das Internet dümmer oder klüger?

Wie das Netz das Denken und die Machtstrukturen der Gesellschaft ändert. Arbeitsblätter im Monat September 2010

Das zehnseitige Unterrichtsmaterial  ist sehr voraussetzungs- und anspruchsvoll. Drei Artikel zu den unterschiedlichen Themen - Wie verändert sich unser Denken und Handeln durch die neuen Strukturen des Internets?, Welche Konsequenzen ergeben sich durch die internetgestützte Partizipation an politischer Macht von Laien und Verbreitung ihres Wissens im Gegensatz zu Expertenwissen? sowie Internet als rechtsfreier Raum - sollen anhand von Diskussionen, Text-, Recherche- und Gruppenarbeit bearbeitet werden.

Die drei Arbeitsblätter bestehen im ersten Teil aus Ausschnitten von ZEIT-Artikeln, die im zweiten Teil durch Arbeitsaufträge bearbeitet werden. Weiterführend wird auf Artikel aus ZEIT, Faz und Spiegel-Online verwiesen.

Folgende Themen werden im Einzelnen behandelt:
Arbeitsblatt 1: Die Stunde der Laien - Wie das Internet jeden zu einem "Experten" macht.
Arbeitsblatt 2: Netzdemokratie - Die Stunde der Laien: "Wie das Internet jeden zu einem "Experten" macht - zum Ärger der Eliten."
Arbeitsblatt 3: Was darf das Internet? Wider die Ideologen des Internets! Zur Freiheit und zu Regeln des Rechtsstaates.

Das zehnseitige Unterrichtsmaterial "Macht uns das Internet dümmer" ist sehr voraussetzungs- und anspruchsvoll. Drei Artikel zu den unterschiedlichen Themen - Wie verändert sich unser Denken und Handeln durch die neuen Strukturen des Internets?, Welche Konsequenzen ergeben sich durch die internetgestützte Partizipation an politischer Macht von Laien und Verbreitung ihres Wissens im Gegensatz zu Expertenwissen? sowie Internet als rechtsfreier Raum - sollen anhand von Diskussionen, Text-, Recherche- und Gruppenarbeit bearbeitet werden.

In dem Material werden außergewöhnlich komplexe Fragestellungen über die Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet aufgeworfen. Leider scheinen die Artikel für Schülerinnen und Schüler sehr schwer verständlich und müssen im Unterricht gekürzt oder vereinfacht werden. Es empfiehlt sich interessante Fragestellungen separat zu behandeln, um ihrer Komplexität gerecht zu werden.

Größtenteils werden die Themen aus Sicht der Erwachsenengeneration beschrieben, sodass sicher gestellt werden muss, dass Schülerinnen und Schüler sich in ihrem alltäglichen Medienhandeln nicht unverstanden und verurteilt fühlen. Die Vor- und Nachteile, das heißt Nutzen und Gefahren, sollten im Unterricht noch einmal gezielt herausgearbeitet und diskutiert werden.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Das Unterrichtsmaterial der ZEIT-Stiftung und der Peter-Ustinov-Stiftung besteht aus einer sehr kurzen Einleitung und drei Arbeitsblättern. Das erste Arbeitsblatt nimmt Bezug auf die Theorien des Medienwissenschaftters Marshall McLuhan und behandelt anhand eines Ausschnitts aus einem ZEIT-Artikel, inwiefern neue Medien - und früher auch Schriftkultur, Buchdruck, Radio, Fernsehen - das Denken und Handeln verändern. Es wird die Frage aufgeworfen, ob neue Medien und einhergehend eine zunehmende Schnelligkeit und Effizienz das Denken verflachen. In Gruppenarbeit und durch Fragekataloge sollen Schülerinnen und Schüler das eigene Handeln reflektieren und hinterfragen. Im zweiten Arbeitsblatt wird in einem nächsten Artikel anhand von Beispielen und der früheren Definitionen Expertenwissen von Laienwissen abgegrenzt. Die Thematik soll durch Diskussion und selbstständige Textarbeit von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Im dritten Arbeitsblatt geht es ebenfalls in einem Artikel aus der ZEIT um die Frage, warum das Internet nicht als rechtsfreier Raum verstanden werden darf und soll unter anderem durch die Sichtung der Leserkommentare auf der Homepage der ZEIT bearbeitet werden. Insgesamt sind die Themen der Unterrichtseinheit sehr komplex. Es werden diffizile Fragestellungen angerissen, populäre Themen kurz skizziert und teilweise mit journalistischer Dramatisierung hoch stilisiert. Dennoch werden in den Artikeln grundlegende, weitreichende, anspruchsvolle und hochaktuelle Fragen zum eigenem Umgang mit dem Internet aufgeworfen, die von älteren Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden können. Die Materialien sollten je nach Unterrichtseinheit gekürzt oder vereinfacht und durch andere Quellen ergänzt werden. Auf Seiten des Lehrenden sollte eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen vorangehen. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Grundlage für die Unterrichtseinheit journalistische Texte sind, die als solche und nicht als wissenschaftliche oder schülergerechte Texte in den Unterricht miteingebracht werden sollten. Zu beachten ist auch, dass die Zeitung DIE ZEIT vermehrt für Ihre Artikel und Ihre Homepage wirbt.
Erscheinungsjahr
2010
Autor/in
DIE ZEIT für die Schule + Peter Ustinov Stiftung
Reihe
Preis
0.00 €
ISBN
Materialformat
Schlagworte