Title

Notwendigkeit der Altersvorsorge

Das Material mit dem Titel "Notwendigkeit der Altersvorsorge" ist ein Unterrichtsentwurf des Internetportals "Wirtschaft und Schule" der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)" für eine Doppelstunde in der gymnasialen Oberstufe bzw. in der Berufsschule. Er beinhaltet eine Verlaufsplanung, Intentionen der Stunde, angesprochene Kompetenzen, sowie die für die Stunde benötigten Arbeitsblätter.
Problematisiert werden die Folgen des demografischen Wandels für die gesetzliche Rentenversicherung hinsichtlich der steigenden Belastung für die Rentenversicherungszahler/innen bzw. die zukünftig geringeren Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung für die Leistungsempfänger/innen. Der demografische Wandel wird mit Hilfe von Karikaturen und Statistiken der Bevölkerungsentwicklung erarbeitet und das System zur Ermittlung der gesetzlichen Rente beispielhaft berechnet. Anhand dieser Problematik sollen die Lernenden die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge erkennen. Intendiert ist die Sensibilisierung der Lernenden für den frühzeitigen Vertragsabschluss einer privaten Altersversicherung, um die Vorteile des Zinseszinseffektes zu nutzen.

Achtung: Die angegebenen Lernintentionen sind mit diesem Material alleine nicht erreichbar, da aufgeführte Arbeitsblätter sich in anderen Stundenentwürfen von Schule Wirtschaft wiederfinden! Das Unterrichtsmaterial "Die Notwendigkeit der Altersvorsorge" hat die Hauptintention, die Lerner für die Notwendigkeit der Altersvorsorge zu sensibilisieren. Die Gegenüberstellung der gesetzlichen Rentenversicherung zur demografischen Entwicklung erzeugt den Effekt, dass die Lernenden die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge erkennen. Durch den Wegfall der Risiken einer privaten Altersvorsorge wird diese nicht problematisierend als alternativlose, uneingeschränkt empfehlenswerte Option dargestellt. Damit ist das Material tendenziös, und beeinflusst den Lerner in seiner Urteilsbildung. Beim Einsatz des Materials sollte darauf geachtet werden, dass dies im Unterricht problematisiert wird. Eine Einordnung der privaten Altersvorsorge in das "Drei-Schichten-Modell" der Altersvorsorge wird in weiteren Stundenentwürfen vorgenommen und bedingt kritisch hinterfragt. Die Materialien zum demografischen Wandel und den Folgen für die gesetzliche Rentenversicherung sind geeignet, um bei den Lernenden ein Problembewusstsein zu erzeugen. Insgesamt wird es mit ausreichend bewertet. Eine unreflektierte Verwendung (im Vertretungsunterricht) wird nicht empfohlen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Ausreichend
Methodik-Didaktik:
Ausreichend
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Ausreichend
Ausführliche Bewertung
Das Unterrichtsmaterial "Die Notwendigkeit der Altersvorsorge" hat die Hauptintention, die Lerner für die Notwendigkeit der Altersvorsorge zu sensibilisieren. Dabei wird in Gegenüberstellung der gesetzlichen Rentenversicherung zur privaten Altersvorsorge der Effekt erzeugt, dass die Lernenden die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge erkennen sollen. Durch den Wegfall der Risiken einer privaten Altersvorsorge wird diese nicht problematisierend als alternativlose, uneingeschränkt empfehlenswerte Option dargestellt. Damit ist das Material tendenziös und beeinflusst den Lerner in seiner Urteilsbildung. Beim Einsatz des Materials sollte darauf geachtet werden, dass dies im Unterricht problematisiert wird. Die Materialien zum demografischen Wandel und den Folgen für die gesetzliche Rentenversicherung sind geeignet, um bei den Lernenden ein Problembewusstsein zu erzeugen. Allerdings müsste die überspitzte Darstellung in den Karikaturen im Unterricht eingeordnet werden. Die Arbeitsblätter enthalten viele Informationen, die unterschiedlich aufbereitet werden und somit unterschiedliche Lerner ansprechen können. Es fehlen im gesamten Material Bezüge zur Lebenswelt der Lernenden, eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik sowie Möglichkeiten, sich konkret mit den individuellen Lebensplanungen und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Vorsorge zu befassen. Die Berechnung der Rentenansprüche eines "Eckrentners" ist wenig aussagekräftig, weil sie nicht in Bezug gesetzt wird zur erwarteten Kaufkraft oder zu den Lebensplanungen der Lernenden usw.. Die reine Bearbeitung von Arbeitsblättern fördert keineswegs die Auseinandersetzung mit der Problematik. Das in der Übersicht angegebene simulierte Beratungsgespräch zur Altersvorsorge mit einem Berater, in dem die Interessen des Beraters thematisiert werden sollen, taucht im Material an keiner Stelle mehr auf. Einen inhaltlichen Input zu diesen Interessen gibt es ebenso wenig wie eine didaktische Hinleitung und Begründung. Das Material vermittelt Faktenwissen ohne kritische Reflexionsmöglichkeiten zu eröffnen oder Gegenpositionen darzustellen. Formal irritiert die Formatierung der Überschriften, die Arbeitsblätter und Materialien sind aber klar gestaltet. Didaktisch -methodisch ist zu beachten, dass die Ziele und Intentionen mit dem Material nicht erreichbar sind, da manche Arbeitsblätter nicht wie angekündigt im Entwurf verwendet werden und damit einige Inhalte nicht bearbeitet werden können (Drei-Schichten-Modell, staatlich geförderte private Altersvorsorge). Insgesamt wird das Material noch mit ausreichend bewertet. Eine unreflektierte Verwendung (im Vertretungsunterricht) wird nicht empfohlen.
Erscheinungsjahr
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Autor/in
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Reihe
Unterrichtsmaterialien Haushalt und Geld
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