Title

Sozial- und Umweltstandards in der Warenproduktion: Wo bleibt die Ethik?

Öffentlicher Druck auf Unternehmen durch Anti-Corporate-Campaigns

Das Material ist zur Zeit nicht verfügbar. Hinweis des Herausgebers: "Das ethos-Projekt ist abgeschlossen. Wir haben die vorläufigen Erprobungsversionen der ethos-Bausteine überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht. Sie erscheinen voraussichtlich im Sommer 2014 in gedruckter Form."

Das 16-seitige Unterrichtsmaterial beschäftigt sich mit Sozial- und Umweltstandards von Unternehmen.  Missstände in der globalen Zulieferkette sind von diversen Organisationen und Verbänden öffentlich gemacht worden. Im Material heißt es: "Sie stellen renommierte Markenartikler an den Pranger und üben mit gezielten Kampagnen Druck aus. Die betroffenen Unternehmen fürchten um ihre Reputation und reagieren mit Ethik-Kodizes. Dieser ethos-Baustein thematisiert diese warenethische Problemstellung am Beispiel der
Textil- und Bekleidungsbranche und der Clean Clothes Campaign."

Das Material besteht aus zwei kurzen Einführungen (je 1 Seite) der Herausgeber und des Autors, 3 Seiten glossar-artiger Kurztexte zu wichtigen Stichwörtern im Themengebiet, 1,5 Seiten Stichworterläuterungen zu Unterrichtsplanung und - verlauf, eine halbe Seite zu (wenigen) Literaturhinweisen und Weblinks, 4 Seiten zu Arbeitsaufträgen mit dazu gehörenden weiteren Materialien in Form weiterer Weblinks und 2 Seiten Feedback-Bogen, da sich das Material noch in der Erprobung befindet.

Positiv sind insbesondere:

- Interessante und Aufmerksamkeit erzeugende Materialien für die Arbeitsaufträge
- Angemessene Arbeitsaufträge

Verbesserungs- bzw. diskussionswürdig sind insbesondere:

- Mangelnde Abdeckung des Themenfeldes Umwelt- und Sozialstandards
- Fehlende zielgruppengerechte Aufbereitung der Hintergrundinformationen für die Lernenden

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Ausreichend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Das Material besteht aus zwei kurzen Einführungen (je 1 Seite) der Herausgeber und des Autors, 3 Seiten glossar-artiger Kurztexte zu wichtigen Stichwörtern im Themengebiet, 1,5 Seiten Stichworterläuterungen zu Unterrichtsplanung und - verlauf, eine halbe Seite zu (wenigen) Literaturhinweisen und Weblinks, 4 Seiten zu Arbeitsaufträgen mit dazu gehörenden weiteren Materialien in Form weiterer Weblinks und 2 Seiten Feedback-Bogen, da sich das Material noch in der Erprobung befindet. Positiv sind insbesondere: - Interessante und Aufmerksamkeit erzeugende Materialien für die Arbeitsaufträge. Es handelt sich insb. um im Internet frei zugängliches Film-Material, was auch für Jugendliche interessant ist und eine gute Diskussionsgrund-lage bietet. - Angemessene Arbeitsaufträge (unter der Überschrift "Unterrichtsmaterial"). - Die glossar-artigen Kurztexte fassen wichtige Stichworte treffend zusammen. Verbesserungs- bzw. diskussionswürdig sind insbesondere: - Mangelnde Abdeckung des Themenfeldes Umwelt- und Sozialstandards. Es bleibt unklar, was konkret Umwelt- und Sozialstandards sind, wie und warum sie zustande kommen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Es gibt nicht ein konkretes Beispiel für anerkannte oder diskutierte Umwelt- und Sozialstandards. Die gesamte Debatte um ISO 26.000 bleibt unberücksichtigt. Das Wort Standard kommt in den Arbeitsaufträgen nicht einmal vor. - Fehlende zielgruppengerechte Aufbereitung der Hintergrundinformationen für die Lernenden. Es bleibt unklar, wie die Arbeitsaufträge, die fast durchgängig von Filmmaterial ausgehen, fachlich fundiert vor- und/oder nachbereitet werden können. Sollten die Hintergrundinformationen nicht nur für Lehrende, sondern auch an Lernende weiterzugeben sein, hätten sie anders positioniert und gestaltet werden sollen. - Weiterführende Literaturempfehlungen und Links sind eher dünn. - Gestaltungskompetenz für nachhaltiges Konsumverhalten wird kaum adressiert. Das individuelle Konsumhandeln wird  zwar angesprochen - aber konkrete Handlungsalternativen bleiben unklar. Wie Waren zu erkennen sind, bei denen Umwelt- und Sozialstandards relativ gut beachtet wurden, wird nicht thematisiert. Es gibt keine weiterführenden Hinweise zu entsprechenden Label- und Informationssystemen. - Mangelnde Orientierung an den in den Einleitungen angesprochenen Fragen. Kaum eine der jeweils vier Fragen auf S. 3 und 4 (die - ohne ersichtlichen Grund - sehr ähnlich, aber doch nicht gleich sind) wird in den Arbeitsaufträgen explizit angesprochen.
Herausgeber
Erscheinungsjahr
2011
Autor/in
Christian Meyer
Reihe
Preis
ISBN
Materialformat
Schlagworte

Gesamtbewertung

Befriedigend