Datum: 15.11.2022

Unterrichtsmaterial der Woche: Plastik im Kopf

Nahezu grenzenlos einsetzbar, leichtgewichtig, langlebig und preiswert herzustellen – das sind nur einige der Vorzüge von Plastik. Mittlerweile durchdringt der Werkstoff jeden Lebensbereich und ist kaum noch aus dem Konsumalltag wegzudenken. Laut BUND werden nur knapp 38 Prozent des in Deutschland gesammelten Plastikmülls tatsächlich dem Recycling zugeführt. Die Folgen für die Umwelt sind dramatisch: Nach Berechnungen des World Wide Fund For Natur (WWF) gelangt pro Minute eine Lkw-Ladung Plastikmüll in die Weltmeere. Das meiste davon verbleibt dort für immer und entfaltet seine schädigende Wirkung auf das gesamte Ökosystem. Das Unterrichtsmaterial „Plastik im Kopf – Unser täglicher Konsum“ soll Schüler:innen dazu anregen, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und nach plastikfreien Alternativen Ausschau zu halten.

Krakenimages.com, Adobe Stock

Das Bildungsmodul „Plastik im Kopf – Unser täglicher Konsum“ widmet sich der gesamten Kette von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis hin zum Verbrauch und der Entsorgung von Plastik. Dabei soll die gemeinsam vom BUNDjugend NRW e. V. und von der Verbraucherzentrale NRW e. V. herausgegebene Unterrichtseinheit Lernende für die Zusammenhänge und Abhängigkeiten rund um den Plastikkonsum und die Eigenverantwortung der Konsument:innen sensibilisieren. 

Zu diesem Zweck zielt die Unterrichtseinheit darauf ab, den Konsumalltag lebensnah darzustellen, zum Beispiel durch Rollenkarten zu unterschiedlichen Plastikgegenständen und damit verbundenen Berufen. In der Vertiefungsphase dient ein „Netz aus Plastik“ dazu, die Verflechtungen zwischen Herstellung, Nutzung und Weiterverwendung den Schüler:innen aktiv erfahrbar zu machen, damit sie diese besser nachvollziehen können. Einen besonderen Fokus legt das Material in diesem Zusammenhang auf das Problem von Mikroplastik und dessen Zersetzungsdauer. 

Umweltbewusst handeln lernen

Im Anschluss an die Sensibilisierungsphase führt das Lernmaterial die Schüler:innen an Handlungsmöglichkeiten heran und zeigt  auf, dass es durchaus Alternativen zum Plastik gibt sowie Wege, Plastikmüll zu vermeiden, zu reduzieren und den Werkstoff in den Produktionskreislauf zurückzuführen. 

Vorteile des Materials 
  • Das Modul mit Rollenkarten (als Druckvorlage in DIN-A4-Format) und Arbeitsblättern veranschaulicht viele Alltagsszenen der Schüler:innen und ermöglicht ihnen, eigene Erfahrungen einzubringen. 
  • Ein Methodenüberblick bietet Hinweise für den Ablauf der Bildungseinheit. Anleitungen für den Klasseneinsatz der einzelnen Materialien helfen, die Thematik zu veranschaulichen und den Unterricht auch mithilfe von Kernbotschaften umzusetzen. 
  • Vorgegebene Reflexionsfragen erleichtern den Einstieg in eine Diskussionsrunde in der Klasse. 

Die Unterrichtseinheit richtet sich an Schüler:innen der Klassen 5 bis 9 und ist für eine Doppelstunde à 90 Minuten konzipiert. Sie steht online als PDF zum Download bereit. Die Expert:innen des Materialkompasses bewerten das Bildungsmodul „Plastik im Kopf – Unser täglicher Konsum“  mit der Gesamtnote „sehr gut“.

Materialien zum Artikel

Zu sehen ist der Titel "Plastik im Kopf - Unser täglicher Konsum" in weißer Schrift auf grünem Grund. Darunter ist ein Lego-Männchen auf einem Fahrrad neben einer Blume aus Luftballons abgebildet
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Nachhaltigkeit

Plastik im Kopf - Unser täglicher Konsum

Kaum ein Einkauf ist möglich ohne Plastik - sei es als Produkt selbst oder als Verpackung. Dieser Allgegenwärtigkeit von Plastik widmet sich das Projekt "Werde Plastik-Aktivist:in", aus dem das Bildungsmodul "Plastik im Kopf - unser täglicher Konsum" entstanden ist. Es hat zum Ziel, die Schüler:innen in ihrer Rolle als Konsument:innen zu sensibilisieren, indem sie etwas über die Nutzungsdauer von Kunststoffen erfahren und eigene Regeln für einen verantwortungsvollen Konsum entwickeln.
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