Datum: 28.04.2022

Verbraucherschule konkret: ein Schulgarten als Upcycling-Projekt

Wir stellen regelmäßig vor, wie Schulen aus dem Netzwerk Verbraucherschule Verbraucherbildung umsetzen. Nachmachen erlaubt.

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Vom alten ungenutzten Innenhof zum einladenden Schulgarten: Dieses Upcycling-Projekt haben die Schüler:innen der 8. Klasse der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund, Schleswig-Holstein, erfolgreich umgesetzt. Dabei haben sie nicht nur unterschiedliche Möglichkeiten entdeckt, Müll und ausrangierte alte Materialien wiederzuverwenden, sondern sich auch mit ihrer direkten Umwelt auseinandergesetzt.

Im Überblick

Thema: Ressourcennutzung, Regionalität und Saisonalität
Handlungsfelder: Nachhaltiger Konsum, Finanzen
Klassenstufe: Klasse 8
Lebensweltbezug: Planung, Umsetzung und Pflege eines Schulgartens 
Umfang/Dauer: 8 Schulstunden in je drei Klassen 
Methoden: Internetrecherche, Upcycling, Anbau, Pflege und teilweise Ernte der Pflanzen

Herangehensweise und Umsetzung

Wie lässt sich kostengünstig der Innenhof umgestalten? Welche Pflanzen fühlen sich im heimischen Klima wohl, lassen sich vor den Sommerferien noch ernten und überleben auch sechs Wochen ohne tägliche Pflege? Das sind einige der Fragen, die die Schüler:innen zu Beginn des Schulgarten-Projekts beantworten mussten. Ihre Aufgabe: Ideen entwickeln, die sich im vorgegebenen Zeit- und Finanzrahmen bewegen. 

Vielfältige Upcycling-Ideen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: neu angelegte Gemüse- und Blumenbeete, ein selbstgebautes Hochbeet aus alten Backsteinen, Kräuterbeete mit Minze, Salbei, Thymian, Oregano und Rosmarin, hängende Blumengefäße aus leeren Plastikflaschen und ein Langzeit-Bewässerungssystem aus porösen Tongefäßen, sogenannte Ollas. Im Sinne des Peer-to-Peer-Ansatzes pflanzten die Achtklässler:innen zudem zusammen mit einer Grundschulklasse Feuerbohnen an, die die jüngeren Kinder zuvor in Töpfen gezogen hatten. Außerdem führten sie ihre Nachfolger:innen, die Jugendlichen des siebten Jahrgangs, in die Arbeit rund um den Schulgarten ein, damit diese das Projekt im nächsten Schuljahr weiterführen können. Grundsätzlich steht der Schulgarten als Aufenthaltsort oder grünes Klassenzimmer der gesamten Schulgemeinschaft zur Verfügung.

Motivation durch Partizipation

Die umfassenden Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen und diese eigenverantwortlich umzusetzen, fördern die Selbstständigkeit der Schüler:innen und führen zu einem hohen Maß an Motivation und Identifikation mit dem Projekt. Die Jugendlichen machen die direkte Erfahrung, wie leicht sich Materialien wiederverwerten lassen, und wie aufwändig der Anbau von Lebensmitteln sein kann. Die Ernte-Ergebnisse lassen sich darüber hinaus in der Schulküche verarbeiten oder konservieren.

Extra Tipp

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