Datum: 17.08.2021

Verbraucherschule konkret: Mobil mit Bus und Bahn

Wir stellen regelmäßig vor, wie Schulen aus dem Netzwerk Verbraucherschule Verbraucherbildung umsetzen. Nachmachen erlaubt.

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Sich in der Stadt bewegen zu können, hat eine große Bedeutung für die Eigenständigkeit der Schüler:innen. Es ermöglicht ihnen nicht nur, Wege in eigener Verantwortung zurücklegen zu können, sondern bringt ihnen auch ein großes Stück Freiheit. Doch was ist zu beachten und wie finde ich am besten den Weg zu meinem Ziel? Welche Hindernisse muss ich überwinden und wie sehen Lösungsstrategien dazu aus? Die Max-Wittmann-Schule, eine Förderschule für geistige Entwicklung aus Dortmund und Verbraucherschule Gold, macht ihre Elftklässler fit für Bus und Bahn. Ein Mobilitätstraining vermittelt lebenspraktische Fähig- und Fertigkeiten, um eine grundlegende Versorgung im Alltag meistern zu können.

Im Überblick

Logo Auszeichnungsstatus Verbraucherschule Gold
01.03.2021

Max-Wittmann-Schule (Nordrhein-Westfalen)

Die Max-Wittmann-Schule in Dortmund wird als Verbraucherschule Gold ausgezeichnet
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  • Thema: Mobilität
  • Handlungsfelder: Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht; Nachhaltiger Konsum und Globalisierung; Medien und Information
  • Klassenstufe: 11. Klasse, Förderschule für geistige Entwicklung
  • Methoden: Mobilitätstraining
  • Lebensweltbezug: Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrplan lesen
  • Umfang/Dauer: 30 Stunden

Herangehensweise und Umsetzung

Im Projekt nehmen die Schüler:innen ihre Klasse und die Lehrkräfte mit auf ihren täglichen Schulweg und auf den Weg zur schuleigenen Trainingswohnung. Die gemeinsamen Erlebnisse auf den Fahrten und das Zeigen des eigenen Wohnortes stärken das Gemeinschaftsgefühl der Klasse.

Unterwegs üben sie außerdem verschiedene praktische Fähigkeiten, wie das Lesen von Fahrplänen, die Planung der Route und den Umgang mit unvorhergesehenen Situationen. So werden sie zum Beispiel nicht nur mit fehlender Barrierefreiheit, sondern auch mit verspäteten Bussen und Bahnen konfrontiert.

Mobilitätstraining schafft Selbstvertrauen

Gerade der erfolgreiche Umgang mit diesen Situationen gibt den Lernenden das nötige Selbstvertrauen, eigenständig die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Sie erlernen auf diese Weise wichtige Handlungsstrategien für ihren Alltag. Um die eigenen Wege und Strecken zu planen, nutzen die Schüler:innen das Internet und Computer, wodurch sie zusätzlich ihre Medien- und Informationskompetenz schulen.

Das Mobilitätstraining ist fest im Konzept der Schule verankert, weil es den Jugendlichen neben den täglichen Fahrten zur Schule auch ermöglicht, in ihrer Freizeit Freundinnen und Freunde zu besuchen sowie Freizeitaktivitäten selbstständig wahrzunehmen. Außerdem gibt es ihnen die Selbstsicherheit, auch später den Weg zur ersten Arbeitsstätte allein zu bewältigen und stärkt sie somit für ihren weiteren Lebensweg.

Material zum Artikel

Die Mobilität und unser CO2-Budget

Quelle: (c) hep-Verlag

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Nachhaltigkeit

Die Mobilität und unser CO2-Budget

Das Material besteht aus 4 Unterrichtsmodulen, die die Klimarelevanz bei der Planung einer Klassenreise im Vergleich von Bahn, Reisebus und Flugzeug als Transportmittel ins Zentrum stellen.
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