Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?

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Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?

Herausgeber
Eduversum GmbH
Zielgruppe
Mittelstufe
Oberstufe
Preis
kostenlos
Fachlicher Inhalt
Gut
Methodik-Didaktik
Befriedigend
Formale Gestaltung
Gut
Gesamtbewertung
Befriedigend

Das Material "Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?" bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen neun bis 13 die Möglichkeit, die Verpackungsmüllproblematik am Beispiel von Plastikmüll aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, konkrete Lösungsansätze zu entwickeln und selbst im Kampf gegen massiven Plastikkonsum aktiv zu werden. 

Positiv hervorzuheben ist:

  • Methodisch variierende Lernrunden mit hoher Schülerselbstständigkeit
  • Zahlreiche Links zur Recherche und Vertiefung sind vorhanden 
  • Problemlöse- und Selbstreflexionkompetenz wird gefördert

Entwicklungspotential besteht im Bereich:

  • Didaktisch-methodische Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer können optimiert werden
  • Lernziele zu den einzelnen Lernrunden sollten ergänzt werden
  • QR-Codes würden die Arbeit mit angegebenen Links auf ausgedruckten Arbeitsblättern erleichtern

Das Material "Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?" thematisiert die zunehmende Verpackungsmüllproblematik sowie die daraus resultierenden globalen Konsequenzen für Mensch und Umwelt. Schülerinnen und Schüler gehen in neun Lernrunden der Frage nach, wie es zu der Problematik kommt und was verschiedene Akteure (HerstellerInnen, KonsumentInnen, Einzelhandel, Versandhandel und Politik) tun können, um einer drohenden Gefahr der Verunreinigung der Meere zu begegenen. 

Die einzelnen Lernrunden setzen verschiedene inhaltliche Schwerpunkte und ermöglichen unterschiedliche Zugänge, um die Lernenden mit ausreichenden Hintergrundinformationen zu versorgen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen zur Informationsbeschaffung bereits ausgewählte Grafiken oder Texte, recherchieren größtenteils selbstständig im Internet auf vorgegebenen Webseiten. Dieses angeeignete Grundlagenverständnis ist für die späteren Lernrunden hilfreich, damit die Schülerinnen und Schüler in Diskussionsrunden verschiedene Perspektiven einnehmen, vertreten und reflektieren können.

Die Thematisierung unsinniger Plastikverpackungen sowie die Schultaschenprobe in Lernrunde zwei motivieren die Lernenden einen Bezug zwischen der Plastikmüllproblematik und ihrem individuellen Plastikkonsum herzustellen. Hier sollte im Zuge dessen auch über alternative Verpackungsmöglichkeiten diskutiert werden. 

Nachbesserungsbedarf besteht im Bereich der Begleitmaterialien. Leider stimmen einige Vermerke in den didaktisch-methodischen Ausführungen nicht mit den Arbeitsaufträgen auf den Aufgabenblättern der Schülerinnen und Schüler überein (s. Lernrunde 8). In den Hinweisen werden die Aufgaben und zu erwerbenden Kompetenzen teilweise komplexer dargestellt, als sie tatsächlich sind. Videoclips werden zu Recherchezwecken genutzt, aber eine Analyse oder Bewertung dieser, wie es aus den formulierten methodischen Kompetenzen in den Hinweisen hervorgeht, sehen die Arbeitsaufträge nicht vor. Aufgabe acht unterscheidet sich inhaltlich: Sanktionsraster für MüllersünderInnen erstellen vs. Erarbeitung von Vorschlägen für Handlungsfelder (Umweltabgaben, -auflagen,-zertifikate,-haftungsvorschriften, Selbstverpflichtung), um Menschen zu umweltbewussterem Verhalten zu bewegen mit dem Schwerpunkt auf den Problembereichen Einkaufstüten, Plastikverpackung, Trink-/Essensbehälter. 

Unklar ist auch, ob Arbeitsaufträge zeitlich begrenzt sind. Schülerinnen und Schüler können häufig zwischen mehreren Links wählen, die Videos variieren allerdings zwischen drei und 25 Minuten. Daher wären Zeitangaben für die einzelnen Lernrunden wünschenswert, um den Zeitbedarf des gesamten Unterrichtsvorhabens besser einplanen zu können. 

Positiv hervorzuheben ist die angestrebte Handlungsorientierung und der hohe Aktualitätsbezug. Zum Abschluss des Unterrichtsvorhabens entwerfen die Schülerinnen und Schüler ein "Transparent für Greta", um sich an einer Fridays for Future Demonstration zu beteiligen. Hier wird in der Aufgabenstellung von "basteln" gesprochen, wohingegen der thematische Schwerpunkt der Lernrunde auf der Klimadebatte liegen sollte, damit ein Kompetenzzuwachs gegeben ist. Die Lernenden können hier über den Zusammenhang der Plastikmüllproblematik und dem Klimawandel diskutieren und eine begründete Auswahl ihres Slogans für ihr Transparent treffen. 

Haupt-Thema
Nachhaltigkeit
Neben-Themen
Nachhaltigkeit
Klimawandel
Produktzyklen
Haushalt / Einkauf
Fairer Handel
Energie / Ressourcen
Herausgeber
Eduversum GmbH

Die Unterrichtseinheit "Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?" greift die weltweite Problematik des steigenden Verpackungsmülls in unseren Weltmeeren auf. Das Materialpaket besteht neben einem Begleitmaterial für Lehrende aus neun Lernrunden und beinhaltet Aufgabenstellungen, Informationstexte mit weiterführenden Links, Grafiken und ergänzende Videolinks für Lernende. Dabei werden folgende thematische Schwerpunkte gesetzt:

Lernrunde 1: Wie kommt das Plastik ins Meer? (I)

Lernrunde 2: Die Schultaschenprobe

Lernrunde 3: Über welchen Plastikmüll reden wir überhaupt?

Lernrunde 4: Wieso Verpackungsmüll? Das Plastik wird doch über den gelben Sack entsorgt!

Lernrunde 5: Wie kommt das Plastik ins Meer? (II)

Lernrunde 6: Verpackungsmüll im Meer - wer ist schuld daran?

Lernrunde 7: Wie könnte man Verpackungsmüll vermeiden?

Lernrunde 8: Wenn gute Worte nichts nützen - strafen oder belohnen?

Lernrunde 9: Ein Transparent für Greta

Die Schülerinnen und Schüler betrachten die Verpackungsmüllproblematik aus verschiedenen Blickwinkeln und entwickeln konkrete Lösungsansätze, um den Schaden der Umwelt durch den massiven Plastikkonsum zu minimieren. 

Zielgruppe
Mittelstufe
Oberstufe
Fachbezug
Fächerübergreifend
Deutsch / Sprachen
Gesellschaftswissenschaften
Wirtschaft / Arbeitslehre
Verbraucherbildung
Das Material "Verpackungsmüll vermeiden - aber wie?" wurde vom Herausgeber für die Sekundarstufe II an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen konzipiert. Darüber hinaus ist ein Einsatz des Materials ab Jahrgangsstufe neun möglich. Hier bedarf es an einigen Stellen Anpassungen der Aufgabenstellungen.