Datum: 25.07.2022

Gesucht: Engagement für Umwelt und Klima

Solarpanels auf dem Schuldach, Unterrichtsprojekte zum Umweltschutz, klimaverträgliche Schulausflüge – mit dem Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ honoriert der Deutsche Lehrkräftepreis in der laufenden Wettbewerbsrunde besonderes Engagement für Nachhaltigkeit in der Schule.

tgordievskaya (adobe stock)

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ hat zum Ziel, die Leistungen von Lehrkräften und Schulleitungen zu würdigen sowie gute Projekt- und Entwicklungsideen bekannt zu machen. Träger sind der Deutsche Philologenverband und die Heraeus Bildungsstiftung, die den Preis in drei Hauptkategorien vergeben:

  • Unterricht innovativ,
  • Ausgezeichnete Lehrkräfte und
  • Vorbildliche Schulleitung.

Hinzu kommt im Auszeichnungsjahr 2022/2023, neben einem Sonderpreis für Projekte im Bereich der kulturellen Bildung, der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ des Cornelsen Verlags. „Als langjähriger Förderpartner des Deutschen Lehrkräftepreises – Unterricht innovativ hat der Cornelsen Verlag schon immer einen eigenen Preis vergeben. Nach der vergangenen Auszeichnungsrunde kam der Wunsch auf, sich auf das Thema ‚Umwelt und Nachhaltigkeit’ zu fokussieren“, erklärt Valeska Falkenstein, Stabsstelle Kommunikation bei der Heraeus Bildungsstiftung. Cornelsen will seiner hohen gesellschaftlichen Verantwortung als Bildungsverlag Rechnung tragen und selbst Vorbild für nachhaltiges Handeln werden. Der Sonderpreis ist dazu gedacht, in diesem Kontext besonders herausragende Beispiele für Nachhaltigkeit zu würdigen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro soll das ausgezeichnete Projekt unterstützen und ermöglichen, das Engagement weiter auszubauen.

Voraussetzungen

Wie für den Hauptpreis können sich auch für den Sonderpreis Lehrkräfteteams mit einem innovativen Unterrichtsprojekt, einzelne Lehrkräfte oder Schulleitungen – allein oder im Team – qualifizieren. Voraussetzung: Sie setzen sich „in besonderem Maße für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Schule“ ein. Das heißt, „dass Lehrerinnen und Lehrer oder Schulleitungen dieses Thema über den normalen Unterricht hinaus im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler verankern“, so Valeska Falkenstein. Zum Beispiel mit einem fächer- und klassenübergreifenden Unterrichtsprojekt zum Klimaschutz, das ein Lehrkräfteteam in jedem Schuljahr mit der gleichen Jahrgangsstufe durchführt. Ebenso eignen sich Bemühungen für eine nachhaltige Schulentwicklung: „Stromerzeugung mit Solarpanels, ein Insektengarten auf dem Schulhof oder eine Bienen-AG, das sind Maßnahmen und Projekte, die das Schulleben beeinflussen und die Schülerinnen und Schüler für ihre Umwelt sensibilisieren.“ Denkbar sei auch, dass eine Lehrkraft ihre Schüler:innen mit ihren Ideen und Ansätzen zum Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig beeindruckt habe und von ihnen für den Sonderpreis nominiert werde. 

Nachmachen erwünscht

Beste Chancen auf einen Gewinn haben Einreichungen der Ausschreibung zufolge, wenn sie zusätzlich zum geforderten Inhaltsschwerpunkt die folgenden Kriterien erfüllen: 

  • Sie bieten einen innovativen Ansatz, eine ungewöhnliche Lösung oder eine verblüffende Idee.
  • Sie basieren teilweise auf einer außerschulischen Kooperation.
  • Sie sind klassen-, jahrgangs-, schul- und/oder fächerübergreifend. 
  • Sie binden die Schüler:innen aktiv und kreativ ein.
  • Sie lassen sich einfach auf andere Schulen übertragen. 

„Wir wollen Maßnahmen und Projekte auszeichnen, die nicht nur an einer Schule funktionieren, sondern solche, von denen sich andere Schulen anstecken lassen und sich etwas abgucken können“, betont Falkenstein. Über die Internetseite zum Wettbewerb können Schüler:innen ihre Lehrkräfte vorschlagen, Lehrkräfte-Teams ihre Unterrichtsprojekte einreichen und Kollegien ihre Schulleitung nominieren. Der Einsendeschluss ist der 16. September 2022.

Weitere Informationen

Materialien zum Artikel

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Nachhaltigkeit

"Fridays for Future": Jugendliche kämpfen für das Klima

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