Schüler:innen und ein Lehrer legen einen Erfolg feiernd die Hände aufeinander.

Quelle: www.peopleimages.com

Unsere Grundsätze und Ziele in der Verbraucherbildung

Das gemeinsame Bildungsverständnis der Verbraucherzentralen

Schüler:innen und ein Lehrer legen einen Erfolg feiernd die Hände aufeinander.

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Im Jahr 2025 haben die Verbraucherzentralen und ihr Bundesverband ein gemeinsames Bildungsverständnis beschlossen. Es legt die Grundsätze und Ziele ihrer Bildungsarbeit fest, wird in der Entwicklung von Bildungsangebote genutzt und bildet einen fachlichen Rahmen für die Qualitätssicherung.

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Das gemeinsame Bildungsverständnis der Verbraucherzentrale (April 2025)

Das gemeinsame Bildungsverständnis der Verbraucherzentrale (April 2025)

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Warum engagieren sich die Verbraucherzentralen für Bildung?

Die Verbraucherzentralen und ihr Bundesverband sind die Stimme der Verbraucher:innen in Deutschland. Neben politischer Interessensvertretung, Marktbeobachtung, Rechtsdurchsetzung und Beratung ist Verbraucherbildung eine zentrale Säule ihrer Arbeit. Sie nutzt die Erkenntnisse der anderen Handlungsbereiche, insbesondere der Beratung, um Bildungsformate zu adressieren. Verbraucherbildung fungiert in diesem Kontext als präventiver Verbraucherschutz, der politische Rahmenbedingungen ergänzt.

Die Verbraucherzentralen stehen für eine Verbraucherbildung, die frei von ökonomischen Interessen ist und in der die Perspektiven und Bedarfe von Verbraucher:innen im Zentrum stehen. Als Verbraucher:innen verstehen wir alle natürlichen Personen, die zu privaten Zwecken Verträge abschließen, Produkte kaufen oder Ressourcen und Dienstleistungen nutzen.

An wen richten sich die Bildungsangebote der Verbraucherzentrale?

Verbraucherbildung ist ein lebenslanger Prozess, dessen Themen und Bildungsbedarfe sich je nach Lebensphase unterscheiden. Die Verbraucherzentralen entwickeln Bildungsangebote für alle Lebensphasen – von der frühkindlichen, über die schulische Bildung bis hin zur Erwachsenenbildung. Durch die passgenaue Zielgruppenorientierung adressieren wir in unseren Bildungsangeboten auch Lebenslagen wie das Einkommen oder die Wohnsituation, einen Zuwanderungshintergrund oder eine mangelnde Alphabetisierung.

Darstellung der möglichen Lebensphasen und Lebenslagen

Quelle: vzbv

Welche Themen behandeln die Bildungsangebote der Verbraucherzentrale?

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Lebenswirklichkeiten von Verbraucher:innen greifen wir konsumbezogene Themen aus den Bereichen Ernährung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Finanzen auf. Das besondere Potenzial der Verbraucherbildung liegt gegenüber inhaltlich verwandten Bildungsbereichen im Fokus auf dem strukturellen Ungleichgewicht zwischen Unternehmen und Konsument:innen. Unternehmen beeinflussen Konsumentscheidungen durch Werbemaßnahmen oder fehlende Informationen, wodurch Verbraucher:innen oftmals gar keine informierten und selbstbestimmten Entscheidungen treffen können. Verbraucherbildung trägt dazu bei, dieses Ungleichgewicht zu reduzieren.

Themenbereiche der Verbraucherbildung

Welche Ziele haben die Verbraucherzentralen mit ihrer Bildungsarbeit?

Ziel unserer Bildungsarbeit ist, dass Verbraucher:innen Konsumentscheidungen selbstbestimmt, reflektiert und unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren treffen können. Wir folgen dabei dem Grundsatz einer multiperspektivischen Verbraucherbildung, die gesellschaftliche Kontroversen abbildet und eine eigenständige Urteilsbildung fördert.

Welche Kompetenzen wollen die Verbraucherzentralen stärken?

Unsere Bildungsangebote stärken die notwendigen Kompetenzen für einen selbstbestimmten Verbraucheralltag:

  • Wir zeigen Lernenden auf, in welchen Bereichen sie als Verbraucher:innen tätig sind und welche Herausforderungen für sie damit verbunden sind (Orientierungskompetenz).
  • Wir stärken die Fähigkeit, verfügbare Informationen auf Sachrichtigkeit und Seriosität zu prüfen, um sich ein faktenbasiertes Wissen anzueignen (Sach- und Informationskompetenz).
  • Aufbauend auf einer soliden Wissensbasis unterstützen wir Lernende dabei, die Thematik in politische, wirtschaftliche und ethische Kontexte einzuordnen und die Interessen der unterschiedlichen Akteure zu benennen (Analysekompetenz).
  • Dank der Fähigkeit zur reflektierten Einordnung der Thematik treffen die Lernenden schließlich eigenständige Entscheidungen und setzen diese in ihrem Konsumalltag um (Handlungskompetenz).
  • Ziel ist, dass die Lernenden in der Lage sind, auch komplexe Problemlagen des Verbraucheralltags zu lösen und im Sinne ihrer differenzierten Meinung zu gestalten (Problemlöse- und Gestaltungskompetenz)
symbolische Darstellung der von Verbraucherbildung behandelten Kompetenzbereiche

Quelle: vzbv

Bildungsangebote vor Ort

Die Verbraucherzentralen der Bundesländer unterstützen Bildungseinrichtungen mit vielfältigen Angeboten, passend zu Lehrplänen und regionalen Bedürfnissen. Materialien, buchbare Workshops, Vorträge oder Fortbildungen finden Sie hier: