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Klassenfahrt buchen, Umwelt erleben, Nachhaltigkeit trainieren

Klassenfahrten bieten ausreichend Zeit, sich dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen.

EME - Pixabay.com - CC0 Public Domain

30.10.2017

Umweltbildung als Ausflugsschwerpunkt

Klassenfahrten sollen die Erziehungs- und Bildungsarbeit sinnvoll ergänzen. Neben kulturellen Schwerpunkten, die etwa Themen aus dem Geschichts- oder Politikunterricht aufgreifen, bieten sich für solche Reisen auch Inhalte aus dem Bereich der Umweltbildung an. Statt in eine deutsche oder europäische Großstadt führt der Weg dann in den Wald, die Berge oder ans Meer.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich während der Klassenfahrt dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen – und zwar für alle Altersstufen.
Die Umwelt-Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) bieten beispielsweise Programme für Schülerinnen und Schüler der 1. bis zur 13. Klasse. Diese Häuser verfügen über das Zertifikat „Umwelt|Jugendherberge“ und haben sich „darauf spezialisiert, ökologisches und soziales Lernen zu ermöglichen“. Schüler können etwa praktisch erfahren, wie Solarenergie funktioniert, die Umwelt nach heimischen Tierarten untersuchen oder ihren Salat selbst im Kräuterbeet sammeln.

Speziell an Grundschulkinder richten sich die Graslöwen-Klassenfahrten des DJH. Das Ziel dieser besonderen Angebote ist es, Kindern Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Eigeninitiative nahezubringen. Begleitmaterialien für den Unterricht sollen die Lehrkräfte unterstützen, das Programm vor- sowie nachzubereiten. In Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) organisieren rund 60 Jugendherbergen und Umweltbildungseinrichtungen Graslöwen-Klassenfahrten.

Darüber hinaus haben auch einzelne Jugendherbergen des DJH das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt und bieten Klassenfahrten mit entsprechendem Schwerpunkt an, wie die Jugendherberge „Panarbora“ in Waldbröl, Nordrhein-Westfalen, zu der auch ein Naturerlebnispark gehört. Die Schüler sollen dort eigene Erfahrungen in der Natur machen und globale Zusammenhänge spielerisch erfahren. Ein ähnliches Ziel verfolgt die Jugendherberge Husum, Schleswig-Holstein, in Kooperation mit der Schutzstation Wattenmeer. Unter dem Motto „Wir schützen das Wattenmeer!“ sollen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 anhand des Lebensraums Watt lernen, wie Umweltprobleme rund um den Globus zusammenwirken. Das Programm erfüllt eigenen Angaben zufolge die Kriterien des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Angebote weiterer Veranstalter 

Im Zusammenhang mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer bietet die Naturschutzorganisation WWF eine Planungshilfe für naturverträgliche Schul- und Gruppenreisen: „Watt für eine Klasse(n)fahrt“. Neben Hintergrundinformationen und praktischen Tipps für die Reiseplanung enthält sie ebenso Beispiele für „wattenmeerfreundliche“ Klassenfahrten verschiedener Veranstalter.

„Schöne Unterkünfte in der Natur und weitab von Trubel und Lärm“ verspricht die Broschüre „Klasse! Rein in die Natur“ des Umweltschutzverbands „Naturfreunde“. Ausgehend von einem der Naturfreundehäuser können Lehrkräfte mit ihren Klassen die Natur erleben, etwa beim Kanufahren, Geocaching, Überlebenstraining oder bei der Schneeschuhwanderung. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg empfiehlt als Klassenfahrtsziel ihr Bundeszentrum Westernohe, Rheinland-Pfalz, sowie eines ihrer drei Schwerpunktprogramme zum Thema Fairer Konsum, Natur oder Ernährung. Umwelterziehung ist auch ein Schwerpunkt der Schullandheime. Entsprechende Angebote für Klassenfahrten bieten etwa das Schullandheim Nienstedt, Nordrhein-Westfalen, oder das Schullandheim Spohns Haus, Saarland.

Weiterführende Informationen zu Klassenfahrtsangeboten rund um das Thema Nachhaltigkeit finden Sie auf den Internetseiten, die wir Ihnen in unseren Links vorstellen.