Jugendliche arbeiten an Laptops

Quelle: WavebreakMediaMicro - Adobe Stock

Bildung zu Social Media – Schulen brauchen Unterstützung

Wie Medienbildung in Schulen gelingen kann und welche Grenzen sie hat

Jugendliche arbeiten an Laptops

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Sensibilisieren – Stärken – Schützen: Darauf setzen die Bildungsminister:innen der Bundesländer, um Schüler:innen, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte bestmöglich in medienkompetentem Handeln zu unterstützen (zur Erklärung zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich, 12. Juni 2026). Insbesondere negative Auswirkungen von sozialen Medien auf den Alltag junger Menschen erhalten aktuell viel Aufmerksamkeit. Doch nicht nur Whatsapp, TikTok und Co. spielen eine Rolle.

Tatsächlich hält es die große Mehrheit der Verbraucher:innen für wichtig, dass junge Menschen auf die sichere Nutzung von digitalen Angeboten vorbereitet werden. Eine repräsentative Onlinebefragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass die Befragten insbesondere das Erkennen von Fake News (93 Prozent), den Umgang mit sozialen Medien (93 Prozent) und den Schutz persönlicher Daten (92 Prozent) als wichtig erachten.

Internetnutzer:innen ist es sehr oder eher wichtig, dass Kinder und Jugendliche auf folgende Themen vorbereitet werden: Erkennen von "Fake News" 93 %; Umgang mit sozialen Medien 93%; Schutz persönlicher Daten 93 %; Umgang mit Handy und Internet allgemein 92 %; Umgang mit sozialen Medien 91%; Mögliche Probleme beim Gaming (Kaufoptionen im Spiel, Sucht) 91 %; Mögliche Probleme beim Online-Shopping 87 %; Umgang mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz – wie Chat GPT 85 %

Quelle: vzbv

Auch Plattformen in die Pflicht nehmen

Für die Förderung einer kritischen und selbstregulierten Mediennutzung bietet die Verbraucherbildung einen guten Rahmen. Sie vermittelt, wie Plattformen funktionieren: welche Interessen dahinterstehen, wie Algorithmen Inhalte steuern, wie Unternehmen Daten nutzen und wo Manipulation beginnt. Verbraucherbildung zeigt zudem Handlungsmöglichkeiten auf.

Proträtfoto von Anke Wolf

Quelle: Gert Baumbach - vzbv

Anke Wolf
Leiterin Team Verbraucherbildung, Verbraucherzentrale Bundesverband

„Schulen spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz. Um sie aber nicht zu überfordern, benötigen sie Unterstützung bei dieser Aufgabe. Und klar ist auch: Sie können nicht allein die Verantwortung schultern. Entscheidend ist, dass die Anbieter in die Pflicht genommen werden, ihre Dienste verbraucherfreundlich und kindersicher zu gestalten.“

Die Regulierung der Plattformen gilt es mit einer verbindlichen, praxisnahen und altersgerechten Medienbildung in der Schule zu verbinden. Denn dort werden alle jungen Menschen erreicht.

Qualität und Unabhängigkeit in der Bildung sicherstellen

Die Empfehlungen der Bildungsministerkonferenz liegen vor. Nun sind die Länder am Zug. Anke Wolf: "Es braucht verbindliche Vorgaben und konkrete Unterstützung für die Schulen. Nicht jede Einrichtung muss das Rad neu erfinden. Lehrkräfte benötigen unabhängige Aus- und Weiterbildungen, qualitätsgesicherte Materialien und dauerhaft finanzierte, unabhängige außerschulische Angebote." 

Anregungen finden Sie schon heute in unseren Dossiers zum Themenbereich "Medien im Unterricht". 

Außerdem unterstützen Sie unsere kostenfreien Online-Fortbildungen darin, Themen wie Datenschutz, Medienkompetenz oder sichere Online-Kommunikation alltagsnah zu vermitteln.

Sicher ist: Gezielte Bildungsangebote können junge Menschen sensibilisieren, damit sie digitale Angebote bewusst nutzen und ihre Kompetenzen stärken können. Dafür brauchen Lehrkräfte selbst eine gute Vorbereitung und Materialien mit passenden Inhalten und Methoden.

Angebote der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslands zum Thema „Digitale Welt“

Themen-Schwerpunkt „Junger Verbraucheralltag“ des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Positionspapier „Digitale Teilhabe und Schutz von Minderjährigen gewährleisten“ (März 2026)

Internetnutzer:innen ist es sehr oder eher wichtig, dass Kinder und Jugendliche auf folgende Themen vorbereitet werden: Erkennen von "Fake News" 93 %; Umgang mit sozialen Medien 93%; Schutz persönlicher Daten 93 %; Umgang mit Handy und Internet allgemein 92 %; Umgang mit sozialen Medien 91%; Mögliche Probleme beim Gaming (Kaufoptionen im Spiel, Sucht) 91 %; Mögliche Probleme beim Online-Shopping 87 %; Umgang mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz – wie Chat GPT 85 %

Quelle: vzbv

Befragung digitale Angebote - alle Themen (Download) - Mai 2026

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