Datum: 25.11.2022

#CheckDasMal: Das Risiko von PayPal-Freunde

Finanzen

Du hast dir Geld von einem Kumpel geliehen und willst es schnell zurückzahlen – dafür ist PayPal wie gemacht. Bezahlst du aber auf einer Internetplattform mit der „Freunde und Familie“-Funktion, verlierst du den Käuferschutz.

Durch eine Überweisung über die „Freunde und Familie“-Funktion fallen die PayPal-Gebühren weg. Erhältst du jedoch mangelhafte, falsche oder gar keine Ware, ist das Geld weg.

Eine junge Frau in kariertem Flanellhemd blickt wütend auf das Smartphone in ihrer Hand und schreit.

deagreez - Fotolia

Beim Einkaufen im Internet stehen dir als Verbraucher:in per Gesetz Rechte zu, zum Beispiel das Widerrufsrecht. PayPal und andere Bezahldienstleister bieten für deine Bestellungen zusätzlich einen Käuferschutz an: Wenn deine Ware nicht bei dir ankommt, kannst du dein Geld über zurückfordern. Wichtig dabei: Mit der „Freunde und Familie“-Funktion fällt der Käuferschutz weg. Überweise deshalb darüber nur Geld an Leute, die du kennst!

 

So funktioniert der Käuferschutz

  1. Wende dich an den Shop und schildere den Fall.
  2. Bekommst du keine Antwort oder die Probleme werden bestritten, melde die Reklamation dem Bezahldienstleister. Achte dabei auf die Fristen!
  3. Der Sachverhalt wird vom Anbieter in einem Vermittlungsverfahren untersucht.
  4. Im Idealfall bekommst du dein Geld sofort zurück.

Beachte, dass es auch Ausnahmen geben kann, die den Käuferschutz ausschließen. Das ist häufig bei Käufen mit Gutscheinen oder Prepaid-Karten der Fall. Auch bestimmte Warengruppen oder Dienstleistungen können ausgeschlossen sein. Lies dir für die Bedingungen der Anbieter die ABG genau durch. Dort findest du auch alle Fristen und Pflichten, die du beim Antrag beachten musst.

 

Quelle: Verbraucherzentrale

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