Datum: 08.02.2023

#CheckIch: Dark Patterns

Digitales

Ist dir das auch schon passiert? Ein Cookie-Banner ploppt auf der Webseite auf. Eigentlich möchtest du ablehnen, auf die Schnelle siehst du aber nur diesen einen Button, mit dem du alle Cookies akzeptieren kannst. Das ist ein Dark-Pattern-Design. Was das genau bedeutet, erfährst du hier!

Dark Patterns? Dark Patterns (deutsch: dunkle Muster) sind manipulative Designs oder Prozesse auf Webseiten. Ihr Zweck ist es, dich zu bestimmten Handlungen zu verführen. So wollen Anbieter entweder mehr Daten von dir sammeln oder dir Produkte untermogeln.

Zu sehen sind die Flächen der Kontinente umgeben von einem Binärcode.

Quelle: Fotolia_fotogestoeber

Wie Dark Patterns aussehen können:

  • Element im Fokus: Vor allem bei Cookie-Bannern fällt das auf: „Alle Cookies akzeptieren“ wird häufig durch Größe/ farbliche Hinterlegung stark hervorgehoben und verleitet so zum Anklicken. Zusätzlich ist die Möglichkeit zum Ablehnen häufig versteckt.
  • Bewusst undeutliche oder verwirrende Gestaltung: Insbesondere am Ende von Anmeldeformularen ist Verwirrung eine gern genutzte Masche. Ein Beispiel: Ein Häkchen ist bei „Ich möchte den Newsletter nicht abonnieren!“ gesetzt. Intuitiv tendiert man dazu, das Häkchen zu entfernen, weil man das „nicht“ überlesen hat. So abonniert man den Newsletter, ohne es gewollt zu haben.
  • Zusätzliche Produkte im Warenkorb: Einige Anbieter legen Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Abos zusätzlich in den Warenkorb. Sie müssen deutlich gekennzeichnet sein, aber in Eile können sie trotzdem auch mal übersehen werden.
  • (Künstliche) Knappheit von Produkten: Manchmal wird dir ein Lagerbestand angezeigt, mitunter auch mit Countdown. So sollst du dazu verleitet werden, deinen Kauf schneller abzuschließen. Einige Anbieter nutzen diese Anzeigen, obwohl mehr Produkte vorrätig sind.

 

Quelle: Verbraucherzentrale

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