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Facebook & Co.: Datenschutz in Eigenregie

17.11.2014

Tipps für den Unterricht mit Jugendlichen

Trotz anhaltender Schelte ob ihres enormen Datenhungers: Soziale Netzwerke, erfreuen sich großer Beliebtheit, allen voran der US-amerikanische Internetkonzern Facebook. Was Kinder und Jugendliche dem Ehrgeiz dieser Netzwerke beim Ausspähen persönlicher Daten entgegensetzen können, zeigen viele gute Unterrichtsmaterialien im Materialkompass des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vzbv. Sie geben Schülerinnen und Schülern die Werkzeuge für den Datenschutz in Eigenregie an die Hand und unterstützen sie dabei, eine Haltung zum Umgang mit Persönlichem zu entwickeln. 

Facebook: Mit Chancen und Risiken bewusst umgehen

Gerade Facebook erfreut sich trotz seines Rufs als Datenkrake unter Jugendlichen großer Beliebtheit. Wie weit die Datensammelwut des US-Konzerns geht, erfahren  Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 mit diesem von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebenen Material. Die Jugendlichen können damit eigene, fiktive Facebook-Profile erstellen, sie untereinander austauschen, analysieren und bewerten, um dann eigene Empfehlungen und Leitlinien zum Umgang mit persönlichen Daten im Netz zu entwickeln. Daneben beschäftigen sie sich mit den Einstellungsmöglichkeiten zur Privatsphäre bei Facebook und den Stolperfallen, die sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Internetkonzerns verstecken. Im Selbstversuch machen sie sich zudem auf die Spur der Daten, die über sie selbst schon im Netz herumschwirren. Das kostenlose Unterrichtsmaterial ist auf zwei Schulstunden angelegt und glänzt im Materialkompass mit der Gesamtnote „sehr gut“.  

Meine Daten kriegt ihr nicht!

Was sich durch schlichte Suchanfragen alles über (fiktive und reale) Personen im Internet herausfinden lässt, können Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 6 mit diesem Material nachvollziehen. Mit dem vom Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit entwickelten Material lernen sie, sich sicher in sozialen Netzwerken anzumelden und online nicht zu viel von sich preiszugeben. Als mögliche Ergänzungen gibt es Unterrichtsideen zu den Themen „Peinliche Bilder im Netz“, „Cybermobbing“ oder „Allgemeine Geschäftsbedingungen sozialer Netzwerke“. In einer Handreichung für Lehrkräfte sind sämtliche Unterrichtsabschnitte mit den zentralen Fragen und Arbeitsaufträgen dokumentiert. Die im Materialkompass mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertete Unterrichtseinheit wurde für zwölf Schulstunden konzipiert und lässt sich ohne große Vorkenntnisse einsetzen. 

Soziale Netzwerke 

Während Jugendliche Facebook und andere soziale Netzwerke meist toll finden, überwiegt bei deren Eltern oft Skepsis. Dieses von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung konzipierte Material für den Unterricht in den Klassen 10 bis 13 regt eine sachliche Auseinandersetzung zwischen beiden Positionen an. Im Zentrum steht nicht der sichere Umgang mit sozialen Netzwerken, sondern ein Vergleich verschiedener Haltungen gegenüber diesen Diensten. Die Schülerinnen und Schüler lernen so ihr eigenes Nutzungsverhalten zu reflektieren und ihre Position mit Argumenten zu vertreten. Das geschieht über zwei Arbeitsblätter. Daneben finden Lehrerinnen und Lehrern umfangreiche Hintergrundinformationen sowie didaktisch-methodische Hinweise zur Einbindung des Themas in den Unterricht. Das Material wurde ebenfalls mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. 

Materialkompass

VERBRAUCHERBILDUNG 
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