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Das Themenfeld Ernährung im Kontext der Verbraucherbildung

Was ist Verbraucherbildung?

Verbraucherbildung meint vor allem zwei Dinge: Alltagswissen und Orientierungswissen. Sie hat das Ziel, aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen – für eine selbstbestimmte, verantwortungsvolle und gesundheitsförderliche Lebensführung. Verbraucherbildung ist ein lebenslanger Lernprozess und befähigt Menschen, ob jung oder alt, als Verbraucherinnen und Verbraucher verantwortungsbewusst zu handeln und sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Je früher die Fertigkeiten für einen reflektierten Konsum entwickelt werden, desto selbstverständlicher werden sie schon bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten im alltäglichen Handeln verankert sein. Desto einfacher wird es für Kinder und Jugendliche, den steigenden Anforderungen in einer zunehmend globalen, vernetzten und komplexen Welt der Waren und Dienstleistungen gerecht zu werden.

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Informationen zum Marktgeschehen, Umgang mit Geld, zu Finanzprodukten und Krediten sowie zu Versicherungen und Werbung

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Mediennutzung, Beschaffung von Informationen, Datenschutz und Urheberrechte, Soziale Netzwerke und Online-Werbung

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Lebensmittel und ihre Herkunft, Qualität, Kennzeichnung, Wertschätzung und Konsum, Werbestrategien der Lebensmittelbranche sowie Fragen zu gesunder Lebensführung

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Mobilität und Wohnen, Wachstum und Wohlstand, fairer Handel sowie Klima, Energie und Ressourcen

Klar, den meisten Kindern schmeckt der Schokoriegel in der Schulpause besser als Obst oder Gemüse – und ist zudem häufig einfacher zu besorgen. Gleiches gilt für zuckerhaltige Softdrinks. Für viele Jugendliche ist es außerdem einfacher, sich nach der Schule schnell Nudeln mit Fertigsauce zu machen, als frisch zu kochen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Ernährungsstudien immer wieder darauf hinweisen, dass Schülerinnen und Schüler zunehmend den Bezug zu gutem Essen und frischen Lebensmitteln verlieren – sei es aufgrund von fehlendem Wissen oder aus mangelndem Interesse. Zugleich steigt die Lebensmittelverschwendung: Allein in Privathaushalten werfen Menschen durchschnittlich 85,2 Kilogramm Essen im Jahr weg. Ein Großteil dieser Lebensmittelabfälle wäre vermeidbar.

In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es ein wichtiges Ziel der schulischen Verbraucherbildung, den Kindern und Jugendlichen eine verantwortungsbewusste und gesundheitsförderliche Ernährung nahe zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dafür sesibilisiert werwden, welche Folgen ihr Konsum hat und wie sich ihre Ernährungsentscheidungen konkret auswirken – auf sie selbst, ihre Gesundheit sowie die Umwelt.

Umsetzung im Lernraum Schule

Hilfreich für die Lehrenden ist dabei, dass der Schulalltag zahlreiche Anknüpfungspunkte bietet, um das Thema Ernährung und gesunde Lebensführung theoretisch und praktisch aufzugreifen – im Unterricht, beim Thema Schulverpflegung, beim gemeinsamen Klassenfrühstück oder auch in der bewegten Pause. Darüber hinaus kann das Themenfeld durch die Einbindung außerschulischer Lernorte ergänzt werden, wie die KMK in ihrem Beschluss „Verbraucherbildung an Schulen“ aus dem Jahr 2013 empfiehlt. Dazu bieten sich beispielsweise Supermärkte, Bauernhöfe, Bäckereien und vieles mehr an.

Im Unterricht selbst können verschiedene Aspekte bearbeitet werden: Das bewusste Einkaufen inklusive dem Bewerten von Nährwertangaben und verschiedenen Gütesiegeln, die Frage nach dem Einfluss der Werbung auf unser Kaufverhalten sowie die Analyse der Herstellung von Lebensmitteln. Auch gemeinsame Bewegung oder die gemeinsame Zubereitung von Speisen kann Teil der Gesundheits- und Ernährungsbildung sein. Am Ende sollen die Kinder und Jugendlichen in der Lage sein, eigenverantwortlich zu erkennen, welche Folgen ihr Lebensmittelkonsum für sie selbst und die Gesellschaft hat.

Ernährung

Warum sollten wir unser Essverhalten hinterfragen?

Beim Abspielen des Videos werden nutzerbezogene Daten zu Youtube übertragen. Weitere Informationen

Unterrichtsmaterialien zum Thema Ernährung

Grafik des Unterrichtsmaterials Was ist drin im fertig verpackten Lebensmittel?

Quelle: BLE

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Ernährung

Was ist drin im fertig verpackten Lebensmittel?

Das Unterrichtsmodul „Was ist drin im fertig verpackten Lebensmittel“ bietet einen übersichtlichen Einstieg in das Thema Lebensmittelkennzeichnung. Die Materialien sind so gestaltet, dass sie entweder direkt eingesetzt oder individuell verändert werden können. Produktbeispiele führen anschaulich durch den Kennzeichnungsdschungel und vermitteln in den mitgelieferten Lösungen relevantes Wissen, um die Kennzeichnung eines Lebensmittels zu verstehen.
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Grafik des Unterrichtsmaterials Wasserbildung im Gepäck

Quelle: a tip: tap e.V.

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Nachhaltigkeit

Wasserbildung im Gepäck

Das Unterrichtsmaterial bietet Konzepte für den Unterricht in den Schwerpunktfächern Naturwissenschaften, Kunst, Wirtschaft sowie Politik und Sozialwissenschaft. Das Material orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen und insbesondere an dem Unterziel Bildung für nachhaltige Entwicklung.
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Grafik des Unterrichtsmaterials Grundlagen der Ernährung

Quelle: Nestlé

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Ernährung

Grundlagen der Ernährung

Das Material beschäftigt sich niederschwellig mit der Frage "Warum esse und trinke ich?".  Es ermöglicht sich spielerisch mit den Voraussetzungen für eine ausgewogene Ernährung auseinander zu setzen.
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Portrait von Sabine Schulz-Greve

Quelle: © Sabine Schulz-Greve

Sabine Schulz-Greve
Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V.

Essen und Trinken im Ganztag gemeinsam mit Schülern gestalten, das setzt fächerübergreifende (Verbraucher)-Bildung voraus – alle Schulen sollten Verbraucherschulen werden!

Aktuelles und Wissen zum Thema Ernährung

Mädchen hält frische Tomaten in die Kamera

Quelle: ©yanadjan - stock.adobe.com

06.12.2021

Ernährungsbildung erfolgreich gestalten

Handlungszentriert oder mit Aktualitätsbezug? Abhängig vom Alter lohnen sich unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Ernährung, jahrgangsübergreifend sollten allerdings zwei Grundlagen gelten.
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es ist eine Lebensmittelkennzeichnung zu sehen

Quelle: PhotoSG - stock.adobe.com

17.11.2021

Material der Woche: Lebensmittelkennzeichnung verstehen

Der Materialkompass hebt besonders empfehlenswerte Unterrichtsinhalte als "Material der Woche" hervor. Diese Woche liegt der Fokus auf fertig verpackten Lebensmitteln und der Frage: "Was ist drin?"
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Kind riecht an Gemüse im Supermarkt

Quelle: MNStudio - stock.adobe.com

03.11.2021, 16:00 - 17:30 Uhr

Nachhaltiger Einkauf – was geht? BZfE-Unterrichtsmodul für die Klassen 7 und 8

Gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung bietet das Netzwerk Verbraucherschule eine Online-Fortbildung zur Ernährungsbildung für Lehrkräfte an.
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Kind trägt Gemüse im Arm

Quelle: yanadjan - Adobe Stock

29.09.2021

„Deutschland rettet Lebensmittel“: Aktionen für Schulen

Beginnend mit dem Start der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ am 29. September 2021 können Lehrkräfte bei den Verbraucherzentralen interaktive Online-Kurse rund um das Thema Lebensmittelverschwendung für ihre Klassen buchen.
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Kind riecht an Gemüse im Supermarkt

Quelle: MNStudio - stock.adobe.com

21.09.2021

Neugier wecken: SinnExperimente im Unterricht

Wie können Lehrkräfte gesundes, klimafreundliches Essverhalten schmackhaft machen und Ernährungsbildung im Unterricht verankern? Eine anschauliche Möglichkeit sind sogenannte SinnExperimente.
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Ein Tischgedeck mit blauer Serviette

Quelle: Brigitte Bonaposta - Adobe Stock

16.09.2021

Material der Woche: Die Mensa wird zum Restaurant

Der Materialkompass hebt besonders empfehlenswerte Unterrichtsinhalte als "Material der Woche" hervor. Diese Woche steht ein Projekt im Mittelpunkt, das esskulturelle Bildung mithilfe der Schulverpflegung ermöglicht.
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