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Plastikmüll und die Folgen für die Umwelt

Das Lernpaket "Plastikmüll und die Folgen für die Umwelt" bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 7 - 10 ansprechende Materialien zur Auseinandersetzung mit der Plastikmüllproblematik und besteht aus 4 Modulen:

Modul 1: Problemstellung und Hintergründe

Modul 2: Individuelle Dimension des Plastikkonsums - Schwerpunkt der Selbstreflexion zur Nutzung, Vermeidung/Reduktion von und Alternativen zu Plastik

Modul 3: Strukturelle Dimension - Strukturelle Grenzen individueller Handlungsweisen, kollektive Verhaltenweisen  vs. staatliche Intervention, Recycling Alternativen

Modul 4: Kollektives Handeln/gemeinschaftliche Aktivitäten - Beispiel Strandreinigung Mumbai

14 Bildkarten dienen zur Einstimmung auf das Thema und ermöglichen eine Vorwissensabfrage bei den Lernenden. Kurze Filmsequenzen und Infografiken mit Arbeitsaufträgen verdeutlichen die Problematik des täglichen Plastikkonsums.

Der Schwerpunkt des zweiten Moduls liegt auf der Reflexion des individuellen Plastikkonsums. Insbesondere wird hier die Präsenz von Plastikprodukten im Alltag der Schülerinnen und Schüler thematisiert. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie auf individueller Ebene Plastik reduziert bzw. vermieden werden kann und welche Alternativen es zu Plastik (in unserem Land) gibt.

Zwei Fallbeispiele verdeutlichen im dritten Modul, wie individuelle Handlungsweisen auf strukturelle Grenzen stoßen. Eine Berlinerin berichtet u.a. über den Versuch und die Herausforderungen, plastikfrei einzukaufen.

Das im Modul vier vorgestellte Projekt "Strandreinigung in Mumbai" ist ein treffendes Beispiel für kollektives Handeln im Kampf gegen den Plastikmüll, an dem sich die Lernenden für ihre Gemeinschaftsaktion orientieren können.

 

Das Material "Plastikmüll und die Folgen für die Umwelt" regt zur ersten Auseinandersetzung mit der Plastikmüllproblematik an.

Positiv hervorzuheben ist:

  • Förderung der Selbstreflexionskompetenz 
  • Materialvielfalt (Filme, Infografiken, Bildkarten, Poster, Texte)
  • Unterschiedliche Handlungsebenen werden berücksichtigt (Individuum, Gesellschaft)

Entwicklungspotential besteht im Bereich:

  • Lehrerhandreichung könnte durch Hintergrundinformationen zum Lerngegenstand und didaktisch-methodische Anmerkungen ergänzt werden
Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung

Die vier aufeinanderaufbauenden Module thematisieren die Plastikmüllproblematik und dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Dabei werden zunächst Fakten über Infografiken vermittel, um die Lernenden über das Thema zu informieren. Für einen noch höheren Aktualitätsbezug wären aktuellere Zahlen und Daten wünschenswert. Darüber hinaus stehen zwei Filme zur Auswahl, die ein Grundlagenverständnis für die Thematik schaffen. Der Film "Was passiert, wenn meine Plastikflasche leer ist?" erscheint besonders geeignet und orientiert sich an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schülern, da viele Jugendliche auf Plastikflaschen zurückgreifen.

Im zweiten Modul rückt das handelnde Subjekt in den Fokus der Unterrichtsgestaltung. Die Lernenden werden aufgefordert, ihren Tagesablauf zu beschreiben, um ihren Plastikkonsum zu reflektieren und konkrete Möglichkeiten zur Vermeidung von Plastik in der Familie zu entwickeln. Der enthaltende Hinweis realistische und erschwingliche Alternativen zu diskutieren, wie z.B. das Auffüllen der Wasserflasche mit Leitungswasser, erscheint mit Blick auf die heterogene Schülerschaft sinnvoll. Alternativ zum individuellen Tagesablauf könnte auch mit dem auf dem Arbeitsblatt vorgegebenen Fallbeispiel weitergearbeitet werden, um die Privatsphäre der Lernenden zu berücksichtigen, wenn es um Möglichkeiten der Reduktion von Plastik geht. Positiv hervorzuheben ist das Poster, dass auf drei Sprachen (Englisch, Spanisch, Deutsch) Alternativen zu Plastik aufzeigt. Das Kopieren dieses Posters ist allerdings nicht nötig (und eher ressourcenverschwendend), da die inhaltlichen Aussagen auch anders transportiert werden können. 

Die im dritten Modul aufgeführten Texte bilden die Grundlage für die sich anschließenden Diskussionen über strukturelle Grenzen individueller Verhaltensweisen. Die Texte sind allerdings sehr textlastig und nicht didaktisch angemessen reduziert, um auch lernschwächere Schülerinnen und Schüler miteinzubeziehen. Um allen Schülerinnen und Schülern die Mitwirkung an der Diskussion zu ermöglichen, sollte diese gründlich vorbereitet werden (inhaltlich und methodisch). Dies ist in den Arbeitsaufträgen bisher nicht vorgesehen und bedarf Nachbesserung. 

Das vierte und letzte Modul motiviert Lernende ihr Wissen in Handeln umzusetzen. Das Beispiel der Strandreinigung aus Mumbai dient als hervoragendes Exempel, wie sich kollektives umweltbewusstes Handeln positiv auf die Umwelt und das soziale Umfeld auswirken kann. Daran anknüpfend entwickeln Lernende konkrete gemeinschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Plastikmüll. 

 

Herausgeber
Deutsche Welle
Erscheinungsjahr
2017
Autor/in
Reihe
Preis
kostenlos
ISBN
Materialformat
Download (z.B. PDF)
Schlagworte
Klasse
7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse
Fächer
fächerübergreifend, Deutsch, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Wirtschaft / Arbeitslehre, Hauswirtschaft, Arbeitslehre, Vertretungsunterricht, Verbraucherbildung, Projekttage
Stufe:
Sekundarstufe I
Materialthemen
Nachhaltiger Konsum, Klima&Energie, Produktzyklen, Privater Haushalt, Ressourcenverbrauch, Gesellschaftliche Verantwortung
Materialinhalt
Angabe von Literatur, Referenzen und Quellen, Anregungen für die Unterrichtsgestaltung, Arbeitsmaterialien für Lernende

Gesamtbewertung

Gut
Kurzinformationen:

Titel

Plastikmüll und die Folgen für die Umwelt

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Zielgruppe

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Materialthemen

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