Schönheitsideale im Internet?!

Wie Algorithmen, Klicks und Likes unser Schönheitsempfinden prägen

ein Gesicht als Computerbild

Schönheitsideale im Internet?!

Wie Algorithmen, Klicks und Likes unser Schönheitsempfinden prägen

Herausgeber:

Landesmedienzentrum Baden Württemberg

Materialformat:

Download (z.B. PDF)

Stufe:

Sekundarstufe I
Sekundarstufe II

Preis:

kostenlos

Fachlicher Inhalt
Sehr gut
Methodik-Didaktik
Sehr gut
Formale Gestaltung
Gut
Gesamtbewertung
Sehr gut

Die 56-seitige Broschüre „Schönheitsideale im Internet?! Wie Algorithmen, Klicks und Likes unser Schönheitsempfinden prägen“ bietet ein sehr gut geeignetes Materialpaket für eine Unterrichtseinheit von sechs Schulstunden plus eines vorangestellten Unterrichtsimpulses von einer Unterrichtsstunde. Die Lehrkraft erfährt in einem einführenden Leitartikel notwendiges Hintergrundwissen zum Thema Digitaler Verbraucherschutz. Die Verlaufspläne zum Impuls sowie dem 6-stündigen Unterrichtsmodul geben der Lehrkraft Schritt für Schritt eine nachvollziehbare und sinnvolle Anleitung und Anregung zum Einsatz im Unterricht. Die Methodenauswahl ist vielfältig und abwechslungsreich. Alle nötigen Arbeitsblätter, Materialien wie Karten, Fragenkatalog oder Links zu Videos und weiteren Internet- und Literaturquellen runden das Paket bestens ab.

Besonders hervorzuheben ist, dass das Material an der Lebenswelt und den Vorlieben der Internetnutzung von Schülerinnen und Schülern ansetzt. Im Fokus stehen soziale Medien wie YouTube, TikTok oder Instagram, die mittlerweile eine wichtige Rolle in der Identitätsbildung Heranwachsender spielen. Dabei zielt das Material sehr gelungen darauf ab, den Jugendlichen bewusst zu machen, dass diese sozialen Plattformen steuern, welche Informationen die Heranwachsenden erhalten sowie welche Bilder gezeigt werden. Die Jugendlichen erarbeiten sich nach und nach in der Unterrichtseinheit ein kritisches Bewusstsein dafür, wie ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit immer stärker von Klicks und Likes im Internet beeinflusst wird. Zum Ende des auf sechs Unterrichtsstunden verteilten Moduls haben sie ein Verständnis dafür, dass was Nutzende im Internet sehen und erfahren ein verzerrtes Abbild dessen ist, was Internetkonzerne mithilfe von Algorithmen berechnen.

Der Lehrkraft wird verdeutlicht, dass diese gezielte Manipulation auch Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung der Jugendlichen hat. Es wird aufgezeigt, wie wichtig hier die Rolle der Schule ist, um für diese Themen zu sensibilisieren und die Heranwachsenden in ihrer Entwicklung zu kompetenten Mediennutzenden zu begleiten. Vielfältige Aspekte des digitalen Verbraucherschutz spielen dabei eine Rolle. Diese werden treffend im einführenden Artikel erklärt. Benannt sind folgende Punkte: (K)eine Definition von Schönheit / Schönheitsideale der Werbung / Werbung im digitalen Alltag / Kennzeichnungspflichtige Werbung / Influencer – Freund oder Verkäufer? / Algorithmen im Kontext sozialer Medien / Verbraucherschutz in Bezug auf Algorithmen / Algorithmen als Katalysator für kritische Schönheitsideale / Verzerrte Schönheitsideale / Verbraucherschutz in der digitalen Welt / Ethik im Netz.

Eine große Bandbreite an Inhalten, die im Unterrichtsmodul sehr ansprechend für die Schülerinnen und Schüler aufbereitet sind. Es werden Bezüge zu den Fächern Deutsch, Ethik, Gemeinschaftskunde, Informatik und WBS hergestellt. Zudem werden die Unterrichtsschwerpunkte Medien und Verbraucherbildung abgedeckt. Berücksichtig werden auch Differenzierungsmöglicheiten für unterschiedliche Lernniveaus, unterteilt in die drei Stufen G, M und E. Diese Abkürzungen sind allerdings nicht weiter erklärt und bedeuten vermutlich Grund, Mittel und Expertin.

Thematisch ist das Modul in die drei Bereiche Schönheitsideal im Internet, Verkäufer oder Freund und Beauty-Algorithmen gegliedert. Zahlreiche Methoden werden berücksichtigt - sowohl klassische Arbeitsblätter kommen zum Einsatz wie auch das Zeigen von Youtube-Filmen, Sichten von QR Codes sowie das Erstellen von digitalen Pinnwänden oder Umfragetools. Teilweise scheint der Methodenmix etwas überfrachtet und die gewählten Inhalte ggf. eher ansprechend für weibliche Schülerinnen. Insgesamt ist das Materialienpaket jedoch bestens geeignet, um den Zusammenhang zwischen unserem eigenen Nutzungsverhalten im Internet und den dahintersteckenden Mechanismen am Beispiel „Schönheitsideale“ zu verdeutlichen und die Jugendlichen zu einem reflektierten und kompetenten Umgang zu befähigen.

Haupt-Thema
Medien
Neben-Thema
Soziale Netzwerke
Werbung
Information und Werbung
Herausgeber
Landesmedienzentrum Baden Württemberg
Materialinhalt
Angabe von Literatur, Referenzen und Quellen
Anregungen für die Unterrichtsgestaltung
Arbeitsmaterialien für Lernende
Hintergrundinformationen für die Lehrperson
Hinweise auf ergänzende Medien
Informationen für Lernende
Spiele
Weiterführende Adressen / Fachstellen
Expliziter Bezug zu Curricula

Die 56-seitige Broschüre "Schönheitsideale im Internet?! Wie Algorithmen, Klicks und Likes unser Schönheitsempfinden prägen" bietet der Lehrkraft Informationen und Arbeitsmaterialien für den Unterricht zu dem Aspekt Schönheitsideale und wie diese im Internet präsentiert werden. Schwerpunkt sind Social Media Plattformen, die eine große Bedeutung im Alltag von Jugendlichen haben. In Blick werden dabei Algorithmen genommen, die Schönheitstrends generieren und Auswirkungen auf die Internetnutzung und Persönlichkeitsentwicklung von Kinder und Jugendlichen haben. Auf den Seiten 5-9 findet die Lehrkraft hierzu einen Leitartikel mit der Überschrift "Digitaler Verbraucherschutz". Anschließend wird der Ablauf eines Unterrichtsimpulses für die Dauer von einer Unterrichtsstunde zum Thema Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung vorgestellt. Es folgt das eigentliche Unterrichtsmodul, welches in unterschiedlichen Fächern eingesetzt werden kann und sich in drei thematische Einheiten gliedert. Teil 1 „Schönheitsideale im Internet“ zielt auf eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Beautytrends. Im zweiten Teil "Verkäufer oder Freund“ sollen sich die Schülerinnen und Schüler damit beschäftigen, wie Werbestrategien angewandt werden, um abschließend im dritten Teil die Funktionsweise von „Beauty-Algorithmen“ verstehen zu lernen. Jeder Teil ist in in einzelne Phasen gegliedert. Hinweise zur methodischen Umsetzung finden sich in den entsprechenden Verlaufsplänen. Auf den Seiten 27-41 sind die entsprechenden Arbeitsblätter der drei Lerneinheiten inkl. Lösungsblättern. Ab Seite 42 bekommt die Lehrkraft weiterführende Zusatzaufgaben und Materialien, eine Anleitung zur Erstellung einer Umfrage mit dem Umfragetool minnit-bw.de sowie abschließend eine umfangreiche Web- und Literaturliste.

Erscheinungsjahr
2020
Autor/in
Alina Bädan Christian Heneka Marco Herbst Kathrin Müller Silke Schick Sebastian Seitner
Materialformat
Download (z.B. PDF)
Tags
Algorithmen
Digitale Medienkompetenz
Digitale Verbraucherbildung
Filterblase
Manipulation
Meinungsbildung
personalisierte Werbung
Schönheitsideale
Stufe
Sekundarstufe I
Sekundarstufe II
Zielgruppe
7. Klasse
8. Klasse
9. Klasse
10. Klasse
11. Klasse
12. Klasse
Fächer
fächerübergreifend
Deutsch
Ethik / Lebenskunde / Religion
Geschichte
Informatik / Technik
Kunst / Textilgestalten / Werken
Wirtschaft / Arbeitslehre
Vertretungsunterricht
Verbraucherbildung
Projekttage
Die Herausgeber empfhelen das Material für Klasse 7-10. Nach Einschätzung der begutachtenden Person kann es bis Klasse 12 empfohlen werden.