Schüler:innen, die Schulleiterin und Lehrkräfte der Emil-Fischer-Schule stehen mit Bundesministerin Hubig und Ramona Pop auf dem Schulhof

Quelle: vzbv

Bundesministerin Hubig besucht Berliner Verbraucherschule

Schüler:innen, die Schulleiterin und Lehrkräfte der Emil-Fischer-Schule stehen mit Bundesministerin Hubig und Ramona Pop auf dem Schulhof

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Wie Verbraucherbildung im Schulalltag lebendig wird, davon wollte sich Bundesverbraucherschutzministerin Dr. Stefanie Hubig, Schirmherrin der Auszeichnung Verbraucherschule, persönlich ein Bild machen. Gemeinsam mit Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), besuchte sie am 29. Juni 2026 die Emil-Fischer-Schule in Berlin-Wittenau, die in diesem Jahr erneut als Verbraucherschule ausgezeichnet wurde.
Bei einem Rundgang über das Schulgelände erhielten die Gäste Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Schule rund um Nachhaltigkeit und Verbraucherbildung. Vorbei an der Streuobstwiese, Insektenhotels und bewusst ungemähten Wiesenflächen, die zahlreichen Insekten Lebensraum bieten, führte der Weg zum Schulgarten. Lehrerin Judith Vogel-Wentzeck berichtet stolz von den Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse an den Schulgebäuden: „Alle bewohnt!“
Bundesverbraucherschutzministerin Hubig und Ramona Pop stehen mit Schüler:innen und einer Lehrkraft im Schulgarten der Emi-Fischer-Schule

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Schüler:innen erläutern Bundesministerin Hubig und Ramona Pop die Essenszubereitung

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Im Schulgarten erklärten Schüler:innen, wie sie Minze und Johannisbeeren für eine Quarkspeise ernten, die anschließend in der schuleigenen Cafeteria verkauft wird. Wenig später konnten die Besucherinnen in der Schulküche beobachten, wie die Jugendlichen die Speise frisch zubereiteten.

Das selbst verarbeitete Essen ist bei der Schülerschaft sehr beliebt. Davon berichteten auch die Schülervertreterinnen Anne und Lynn. Immer wieder würden Mitschüler:innen nach den Rezepten fragen, um die Gerichte zuhause nachzukochen. Die Emil-Fischer-Schule, ein Oberstufenzentrum mit dem Schwerpunkt Ernährung und Lebensmitteltechnik und rund 1.600 Schüler:innen, bietet dafür beste Voraussetzungen: Zur Schule gehören unter anderem eine Bäckerei, eine Fleischerei, eine Brauerei sowie zahlreiche Küchen. Entsprechend fest ist der bewusste Umgang mit Lebensmitteln im Schulalltag verankert.

Die Emil-Fischer-Schule ist Verbraucherschule Gold

Verbraucherbildung spielt an der Emil-Fischer-Schule auch über das Thema Ernährung hinaus eine wichtige Rolle. So finden Workshops zu Themen wie Cybermobbing, Künstliche Intelligenz und Deepfakes statt.

Schulleiterin Nicole Brandenburg-Kühne stellte Bundesministerin Hubig die verschiedenen Bildungsgänge und Schwerpunkte der Verbraucherbildung an der Schule vor. Ein besonderer Erfolgsfaktor ist dabei das Engagement von Lehrerin Judith Vogel-Wentzeck, die über ein eigenes Stundenkontingent für Verbraucherbildung und Nachhaltigkeit verfügt. Dieser kontinuierliche Fokus hat sich ausgezahlt: In diesem Jahr wurde die Emil-Fischer-Schule bereits zum fünften Mal als Verbraucherschule ausgezeichnet – zum dritten Mal in Folge in der höchsten Kategorie Gold.

Offener Austausch zum möglichen Social-Media-Verbot

Zum Abschluss des Besuchs diskutierten die Schüler:innen mit Bundesministerin Hubig und Ramona Pop über ein mögliches Social-Media-Verbot für Minderjährige. Dabei brachten die Jugendlichen ihre Fragen und Perspektiven engagiert ein. Sie wollten unter anderem wissen, wie junge Menschen besser über Risiken im digitalen Raum aufgeklärt werden können und welche Maßnahmen gegen die suchtfördernden Mechanismen vieler Plattformen geplant sind.

Und die Gäste interessierten sich für die Erfahrungen der Schüler:innen: Welche Apps nutzen sie am häufigsten? Wie wirken sich soziale Medien auf ihren Alltag und ihr Wohlbefinden aus? Der offene Austausch zeigte, wie reflektiert sich die Jugendlichen mit ihrer Rolle als Verbraucher:innen auseinandersetzen. Am Ende nahmen alle Beteiligten neue Anregungen und Perspektiven aus dem Gespräch mit.

Die Emil-Fischer-Schule zeigt eindrucksvoll, wie Verbraucherbildung praxisnah und lebensweltorientiert in den Schulalltag integriert werden kann. Sie setzt Maßstäbe für eine Bildung, die Schüler:innen auf die Herausforderungen ihres heutigen und zukünftigen Verbraucheralltags vorbereitet - mit einem langjährigen Engagement, das belohnt werden darf.