Datum: 22.06.2016

Verbraucherschule werden: Jetzt noch Bewerbungen einreichen

Frist endet am 30. Juni

Verbraucherschule

Quelle: Verbraucherschule(c) vzbv

In Deutschland setzen mehr und mehr Schulen Verbraucherbildung auf den Stundenplan. Besonders engagierte zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dieses Jahr erstmals als „Verbraucherschulen“ aus. Bewerbungen dafür nimmt der Verband noch bis Ende Juni an. 

Ausgezeichnet werden allgemeinbildende Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler fit für den Konsumalltag machen und Themen aus den Bereichen Finanzen, Medien, Ernährung sowie nachhaltiger Konsum im und außerhalb des Klassenraums umsetzen. Schwerpunkte setzen die angehenden Verbraucherschulen dabei selbst: Schulklassen bereiten zum Beispiel gemeinsam ein gesundes Frühstück zu, vertiefen das Bewusstsein für Rohstoffe mit Upcycling oder forschen nach, was mit ihren Daten im Internet passiert.

Mit der Auszeichnung möchte der vzbv jene Schulen honorieren, die ihr Profil schon länger mit Verbraucherbildung schärfen und gleichzeitig jene unterstützen, die sich gerade auf den Weg dahin machen. Für den vzbv ist dies ein weiterer Baustein, um Kinder und Jugendliche zu befähigen, verantwortungsvolle Konsumentscheidungen zu treffen. 

Deutschlandweit findet sich die Verbraucherbildung bereits in den Lehrplänen vieler Bundesländer wieder. Auch die politische Unterstützung dafür ist zuletzt gestiegen. So hat die Kultusministerkonferenz die schulische Verbraucherbildung im Jahr 2013 durch einen Beschluss gestärkt. Die Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder sprach sich ein Jahr danach ebenfalls für mehr Verbraucherbildung in der Schule aus.

Mathias Reckmann, der die Auszeichnung „Verbraucherschule“ seitens des vzbv betreut, sagt, eine Bewerbung lohne sich für Schulen mehrfach.  „Sie hilft, das Engagement der Schule in ihrer Stadt oder Gemeinde bekannter zu machen und das Wir-Gefühl zu stärken.“ Außerdem werden ausgezeichnete Schulen Teil des Netzwerks Verbraucherschulen. Darin könnten sie sich mit anderen Verbraucherschulen austauschen und Anregungen zur gezielten und kreativen Vermittlung von Alltagskompetenzen erhalten.