Datum: 27.09.2016

Vorbildliche Verbraucherbildung: Bayern zeichnet Schulen aus

Siegel „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ verliehen

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Quelle: © VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. / Mirko Milovanovic

Die bayerische Staatsregierung hat am 23. September 15 Schulen des Landes ausgezeichnet, die sich vorbildlich für die Vermittlung von Alltagskompetenzen im Unterricht engagieren. Sie werden zugleich Teil eines bundesweiten Netzwerks, das der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., vzbv, derzeit knüpft.

Die ausgezeichneten bayerischen Schulen ziert nun das Siegel „Partnerschule Verbraucherbildung“, das sie sich im gleichnamigen Landesprogramm verdient haben. Ihre Schülerinnen und Schüler haben sich in dessen Rahmen zum Beispiel in Projekten mit Themen wie „Geld und Glück“ oder „Neu und schon wieder alt – wie lange halten unsere Produkte?“ beschäftigt.

Das Programm fußt auf den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Verbraucherbildung aus dem Jahr 2013 und dem in Bayern neu verankerten Unterrichtsgegenstand „Alltagskompetenzen und Lebensökonomie“. Aufgelegt wurde es vom Verbraucherministerium und dem Kultusministerium des Freistaats, durchgeführt vom Verbraucherservice Bayern.

Schulen sollen zur Vermittlung von Alltagskompetenzen motivieren und bei der Umsetzung unterstützt werden, sagt die bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf. „Der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben im Alltag ist eine umfassende Verbraucherbildung – und das möglichst früh“, so Scharf weiter. Und: Verbraucherbildung in der Schule schaffe „Wissen fürs Leben“.

Insgesamt wurden in dem bayerischen Programm 28 Schulen prämiert. Die Verleihung des Siegels an die 13 noch ausstehenden Schulen findet im Oktober statt. Zugleich werden die Ausgezeichneten Teil eines bundesweiten, vom vzbv initiierten Netzwerks, das ebenfalls die Verbraucherbildung in der Schule fördert.

Der vzbv hat dazu Anfang des Jahres die bundesweite Auszeichnung „Verbraucherschule“ in den Kategorien „Silber“ und „Gold“ ausgeschrieben. Sie würdigen damit Schulen die sich für die Stärkung von Konsum und Alltagskompetenzen einsetzen und ihren Schülerinnen und Schülern in- und außerhalb des Klassenzimmers einen kritischen Blick auf Konsumentscheidungen vermitteln.

Beide Institutionen kooperieren bei ihren Auszeichnungen ideell. Die nun als „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ ausgezeichneten Schulen sind dabei den vom vzbv als „Verbraucherschule Silber“ ausgezeichneten Schulen gleichgestellt. Zum Schuljahr 2016/17 können sich auch bayerische Schulen, die Verbraucherbildung in ihrer Schulentwicklung gesondert hervorheben, für die Auszeichnung „Partnerschule in Gold“ bewerben.

Der vzbv wird die von ihm ausgewählten „Verbraucherschule“ im November auszeichnen. Und zwar sowohl Schulen, die ihr Profil schon länger mit Verbraucherbildung schärfen als auch solche, die sich gerade auf den Weg dahin machen. Der vzbv erachtet dies als wichtigen Baustein, um schon Kinder und Jugendliche zu verantwortungsvollen Konsumentscheidungen zu befähigen.