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Das Themenfeld Nachhaltigkeit im Kontext der Verbraucherbildung

Was ist Verbraucherbildung?

Verbraucherbildung meint vor allem zwei Dinge: Alltagswissen und Orientierungswissen. Sie hat das Ziel, aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen – für eine selbstbestimmte, verantwortungsvolle und gesundheitsförderliche Lebensführung. Verbraucherbildung ist ein lebenslanger Lernprozess und befähigt Menschen, ob jung oder alt, als Verbraucherinnen und Verbraucher verantwortungsbewusst zu handeln und sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Je früher die Fertigkeiten für einen reflektierten Konsum entwickelt werden, desto selbstverständlicher werden sie schon bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten im alltäglichen Handeln verankert sein. Desto einfacher wird es für Kinder und Jugendliche, den steigenden Anforderungen in einer zunehmend globalen, vernetzten und komplexen Welt der Waren und Dienstleistungen gerecht zu werden.

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Finanzen

Informationen zum Marktgeschehen, Umgang mit Geld, zu Finanzprodukten und Krediten sowie zu Versicherungen und Werbung

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Medien

Mediennutzung, Beschaffung von Informationen, Datenschutz und Urheberrechte, Soziale Netzwerke und Online-Werbung

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Ernährung

Lebensmittel und ihre Herkunft, Qualität, Kennzeichnung, Wertschätzung und Konsum, Werbestrategien der Lebensmittelbranche sowie Fragen zu gesunder Lebensführung

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Nachhaltigkeit

Mobilität und Wohnen, Wachstum und Wohlstand, fairer Handel sowie Klima, Energie und Ressourcen

Die Themen nachhaltiger Konsum und Globalisierung stehen für viele Schulen bereits weit oben auf der Agenda – und das nicht erst seit den Fridays-for-Future-Demonstrationen. Doch seitdem freitags weltweit Kinder und Jugendliche fürs Klima protestieren, haben die Themen weiter an Dringlichkeit gewonnen. Mit ihren Klimastreiks weisen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise daraufhin hin, dass – würden alle Menschen auf der Welt dieselbe Menge konsumieren wie ein deutscher Bürger im Durchschnitt – unsere Erde nicht ausreichen würde. Wir bräuchten unseren Planeten in diesem Szenario gleich dreifach, um die benötigten Ressourcen zu decken, wie aus der Berechnung des „Global Footprint Networks“ (2019) hervorgeht.

Nachhaltigkeit ist auch ein wichtiger Aspekt der Verbraucherbildung. Die Schülerinnen und Schüler sollen vor allem lernen, ihren eigenen Konsum zu hinterfragen. Denn mit jedem Einkauf, jeder Reise und jeder Bestellung im Internet nehmen sie Einfluss darauf, inwieweit Ressourcen und Energie verwendet und unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt werden. Denn: Auch in einer globalisierten Welt beginnt Nachhaltigkeit schon bei ganz alltäglichen Entscheidungen.

Die Umsetzung im Lernraum Schule

Heranwachsenden stellt sich dann die Frage, wie es konkret gelingen kann, den eigenen Konsum in Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Darüber können Lehrende im Unterricht diskutieren und beispielsweise die verschiedenen Nachhaltigkeits- und Öko-Label in den Blick nehmen. In Projekten zu Themen wie Plastikvermeidung, Umwelt- und Ressourcenschutz, Wassersparen oder Upcycling können die Schülerinnen und Schüler zudem selbst aktiv werden und direkt Ergebnisse sehen. Dies kann auch zu konkreten Veränderungen in der Schule selbst führen, etwa wenn ein gemeinsames Energiesparkonzept erarbeitet wird, Einwegplastikflaschen durch Wasserspender ersetzt werden oder der Veggie-Friday in der Schulmensa eingeführt wid. All dies sind ebenfalls Anlässe, Heranwachsende sinnvoll an Entscheidungen in der Schule zu beteiligen.

Darüber hinaus bieten sich im Rahmen der Verbraucherbildung Unterrichtsreihen an, die im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Aspekte wie Mobilität, Armut, nachhaltige Landwirtschaft und globale Produktionsketten in den Blick nehmen. All dies sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt werden, ihre eigenen Konsumentscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und dabei einzuschätzen, wie sich diese auch auf künftige Generationen oder auf Menschen in anderen Teilen der Erde auswirken können.

Nachhaltiger Konsum

Warum sollten wir unseren Konsum hinterfragen?

Beim Abspielen des Videos werden nutzerbezogene Daten zu Youtube übertragen. Weitere Informationen

Unterrichtsmaterialien zum Thema Nachhaltigkeit

Cover Material "Ethik in der Glügelhaltung"
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Nachhaltigkeit

Ethik in der Geflügelhaltung im Biologie-Unterricht?

Das Material setzt sich das Ziel, für die Frage "sind die heutigen Haltungsformen ethisch vertretbar?" zu sensibilisieren. Den Informationshintergrund bildet dabei das Pocket-Heft "So leben Hühner" aus dem gleichen Hause.
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Nachhaltigkeit

Umwelt und Gesundheit

Mit dem vorliegenden Arbeitsheft für Schülerinnen und Schüler der Grundschule (+Lehrerhandreichung), sollen unterschiedliche Aspekte des Themas "Umwelt und Gesundheit", z.B. "Innenraumluft", "Lärm", "Strahlung", gesunde Lebensmittel oder "Chemikalien im Haushalt" (Putz- und Pflegemittel), erarbeitet und vertieft werden sollen.
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Nachhaltigkeit

Tierwohl - Was hat das mit mir zu tun?

Das Material mit Hinweisen für einen möglichen Verlauf von 3 oder 4 Unterrichtsstunden zum Thema Tierwohl (am Beispiel Milchkühe). Ausgehend von einem allgemeinen Zitat zur "Macht des Verbrauchers" werden individuelle Kenntnisse und Einstellungen zum Thema abgerufen und zu Empfehlungen für das individuelle Verhalten verdichtet.
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Portrait von Matthieu Choblet

Quelle: © Matthieu Choblet

Matthieu Choblet
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes

Es ist gut, wenn schon junge Menschen eine souveräne Verbraucherhaltung einüben. Verbraucherschulen helfen ihnen bei der Orientierung und versetzen sie in die Lage, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen.

Aktuelles und Wissen zum Thema Nachhaltigkeit

Kind hält zwei Eier in der Hand. Im Hintergrund sind Hühner.

Quelle: ilposeidone - Adobe Stock

17.06.2021

Lecker, gesund, gut fürs Klima

Klimafreundliche Ernährung lässt sich am überzeugendsten vermitteln, wenn sie auch im Schulalltag erlebbar ist. Wie das gelingen kann, zeigte eine Fortbildung im Netzwerk Verbraucherschule.
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Teller mit Lebensmitteln, die zum Wort Klima zusammengesetzt sind

Quelle: Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (Ufu)

03.06.2021

Material der Woche: Ein Teller voller Klima

Der Materialkompass hebt besonders empfehlenswerte Unterrichtsinhalte als "Material der Woche" hervor. Diese Woche: Ein Teller voller Klima.
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Grafik des Unterrichtsmaterials Umwelt und Gesundheit

Quelle: BMU

19.05.2021

Material der Woche: Umwelt und Gesundheit

Der Materialkompass hebt besonders empfehlenswerte Unterrichtsinhalte als "Material der Woche" hervor. Diese Woche: Umwelt und Gesundheit vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Titelbild des Materials Upcycling und globales Lernen

Quelle: Stadt Land Welt e.V.

04.05.2021

Material der Woche: Upcycling und Globales Lernen: „Naturtextilien & textile Kunststoffe“

Der Materialkompass hebt besonders empfehlenswerte Unterrichtsinhalte als "Material der Woche" hervor. Diese Woche: Upcycling und Globales Lernen
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Schulkind hat Spaß mit Essen

Quelle: Oksana Kuzmina - Adobe Stock

29.04.2021

Auf den Teller statt in die Tonne

Wie sich das Thema Lebensmittelverschwendung in den Unterricht integrieren lässt: Ideen aus einer Online-Fortbildung des Netzwerks Verbraucherschule.
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Hände halten eine Baumsprössling

Quelle: Noah Buscher auf Unsplash

20.05.2021 und 27.05.2021, jeweils 12 -13 Uhr

Digitalisierung und nachhaltiger Konsum in Lehrkräftefortbildungen

In zwei Web-Seminaren des IÖW und Conpolicy am 20. und 27. Mai 2921 die Themen Hard- und Software sowie Online-Handel und -Marketing vertiefen. Digital und nachhaltig zusammendenken.
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