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Online-Fortbildung für Lehrkräfte: Verbraucherbildung in der Praxis

Eine Frau sitzt auf dem Fußboden vor einer Fensterfront und arbeitet am Laptop.

(c) bongkarn thanyakij/pexels - CC0 Public Domain

22.05.2020

Teilnahme über das Netzwerk Verbraucherschulen

Zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern auf der einen und Unternehmen auf der anderen Seite besteht ein Informationsgefälle: Der Hersteller kennt die Eigenschaften eines Produkts, die Person, die es kauft, nicht unbedingt. Das Unternehmen ist dadurch im Vorteil. Dieses Spannungsverhältnis steht im Mittelpunkt der Verbraucherbildung, die seit 2013 zum Aufgabenbereich von Schulen gehört. Wie Lehrkräfte Verbraucherbildung konkret umsetzen können, verrät die Online-Fortbildung „Verbraucherbildung – how to do?“, die für Lehrkräfte des Netzwerks Verbraucherschule kostenfrei stattfindet. 

Seit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2013 gehört es zu den Aufgaben von Lehrkräften, in ihrem Unterricht Themen und Kompetenzen zur Verbraucherbildung zu vermitteln. Ziel der Verbraucherbildung ist es, Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, selbstbestimmt zu konsumieren. Zu diesem Zweck sollen Lehrkräfte ihnen das Informationsgefälle bewusst machen und sie im Umgang mit ihm schulen. 

Praxisnah

Einen Einstieg, wie sich Verbraucherthemen für verschiedene Schulfächer aufbereiten lassen, welche Themen dazugehören und wo wichtige Informationen dazu zu finden sind, bietet das Webinar „Verbraucherbildung – how to do?“ am 4. Juni 2020 von 16 bis 17 Uhr. Anhand eines Beispielthemas zeigt Referentin Daniella Schenkenhofer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unter anderem, wie Lehrkräfte Verbraucherbildung praktisch in den Unterricht integrieren können – inklusive Unterrichtsmaterial. Für diesen Abschnitt der Online-Fortbildung können sich die Teilnehmenden zwischen zwei Schwerpunkten entscheiden. Zur Auswahl stehen das Thema „Sammelaktionen“, wie sie beispielsweise von Ferrero zur Fußball-WM durchgeführt werden, und „Influencer und Werbung in sozialen Medien“. 

Im Zuge des Themas Sammelaktionen erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit den Kindern im Mathematikunterricht berechnen können, dass eine „Prämie“ deutlich mehr kostet als der Kauf desselben Produkts. Mit Blick auf den Deutschunterricht zeigt die Referentin außerdem auf, wie Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler den Internetauftritt zur Aktion sprachlich analysieren lassen können. Alternativ können sich die Teilnehmenden im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt Influencer mit der Frage auseinandersetzen, wie Werbung in sozialen Medien funktioniert, und Möglichkeiten kennenlernen, dies ihren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln.

Für allgemein- und berufsbildende Schulen

Die Online-Fortbildung findet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg statt und richtet sich an alle allgemein- und berufsbildenden Schulen. Teilnehmen können Lehrkräfte aller Schulen, die im Netzwerk der Verbraucherschulen registriert sind. Die Anmeldung im Netzwerk ist jederzeit über das Online-Formular möglich. Die Fortbildung zum Thema Verbraucherbildung ist die dritte in einer ganzen Reihe von Fortbildungen im Bereich der Verbraucherbildung, die sich an verschiedene Schulformen richten und unterschiedliche Aspekte in den Fokus nehmen werden.

Im Gespräch:

Ein Porträtbild von Daniella Schenkenhofer.
Daniella
Schenkenhofer

Daniella Schenkenhofer ist Referentin für Verbraucherbildung bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

© Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Geprüfte Unterrichtsmaterialien

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