„Ist das wahr oder kann das weg?“ – Fake News im Netz: Teil 1 und Teil 2

Unterrichtsmodule 2 und 3

Grafik des Unterrichtsmaterials Ist das wahr oder kann das weg? - Fake News im Netz

Quelle: bitte-was.de

„Ist das wahr oder kann das weg?“ – Fake News im Netz: Teil 1 und Teil 2

Unterrichtsmodule 2 und 3

Herausgeber:

bitte-was.de (Kampagne der Landesregierung Baden-Württemberg)

Materialformat:

Download (z.B. PDF)

Stufe:

Sekundarstufe I

Preis:

kostenlos

Fachlicher Inhalt
Gut
Methodik-Didaktik
Gut
Formale Gestaltung
Sehr gut
Gesamtbewertung
Gut

Das Material "Ist das wahr oder kann das weg? - Fake News im Netz" bietet einen guten, einfachen und zielgruppengerechten Einstieg in das Thema Desinformation. Dabei gelingt eine grundlegende Begriffsklärung, die Nennung von Instrumenten zum Erkennen von Desinformation, deren Analyse und eine beginnende Auseinandersetzung mit der Thematik, bspw. über die Erstellung von Präsentationen, Flyern oder einem Quiz. An einigen Stellen bleibt das Material an der Oberfläche, etwa wenn es z.B. um gesellschaftliche Auswirkungen von Desinformation oder den Begriff Fake News selbst geht. Dies ist dem einführenden Charakter geschuldet. Wünschenswert wäre eine genauere Beschreibung der Methodik / Didaktik. Insbesondere empfohlene digitale Tools oder die medienpraktischen und gestalterischen Aufgaben sind lediglich sehr knapp dargestellt.

Die Aspekte im Einzelnen:

1) Begriffsbestimmungen:

Fake News dient im Material als zentraler Begriff, der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung ist. Anderen Begriffe wie z.B. Hoax, Filterblase etc. werden folgend und untergeordnet analysiert. Leider fehlt die Auseinandersetzung mit dem Begriff Fake News selbst. Dieser wird zwar definiert, jedoch nicht kritisch eingeordnet. Alternative Begriffe wie Desinformation werden nicht erwähnt. Gerade die Verwendung des Begriffs Fake News sollte jedoch kritisch betrachtet werden, dient er allenfalls als medialer Begriff und wird auch von Verschwörungstheoretikern und Verbreitern von Desinformation selbst genutzt. Ein prominentes Beispiel hierfür ist bspw. Donald Trump.

2) Grenzen des Materials:

Das Unterrichtsmaterial hat einführenden Charakter und schneidet wichtige Aspekte rund um das Thema Desinformation an. Viele der angesprochenen Themen, Diskussionen und Inhalte sind dementsprechend verknappt und stichpunktartig dargestellt. Eine folgende Vertiefung dieser Aspekte ist sinnvoll. Vor allem die gesellschaftliche Einordnung des Phänomens, einzelne Arten von Desinformation wie z.B. Deep Fakes oder die Rolle von Fake News im Meinungsbildungsprozess von Jugendlichen selbst und die eigenständige vertiefende Reflexion sind eine weitere Bearbeitung wert. Hierzu empfehlen sich zahlreiche weitere Unterrichtsmaterialien wie z.B. "Ethik macht klick" (Klicksafe) oder "Meinung im Netz gestalten" (Medien in die Schule).

3) Methodisch-didaktische Hinweise und Medieneinsatz

Positiv hervorzuheben ist, dass zahlreiche Beispiele für einen gelingenden Medieneinsatz, der dem jeweiligen Lernziel sinnvoll entspricht, im Material aufgezeigt werden. Jedoch fallen die methodisch-didaktischen Hinweise und Beschreibungen sehr knapp aus und bieten allenfalls grundlegende Informationen. Besonders an den Stellen, an denen Heranwachsende digitale Tools (empfohlen werden z.B. Prezi, Padlet etc.) nutzen sollen, wären detailliertere Nutzungshinweise angemessen. Vorstellbar wären hier z.B. Toolbeschreibungen (oder Verlinkungen zu existierenden Angeboten) sowie Hinweise zum Datenschutz etc. So wird z.B. Padlet durchaus kritisch unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes betrachtet, zahlreiche datenschutzkonforme Alternativen stehen zur Verfügung.
Auch bei der Erstellung und Präsentation von Medienprodukten (z.B. eine Präsentation via Power Point oder Prezi oder von Flyern und Plakaten) wären vertiefende Hilfestellungen, die über eine Blanko-Formatvorlage hinausgehen, eine sinnvolle Serviceleistung für Lehrerende und Lernende.

Überprüft werden müssen noch einmal die Verlinkungen im PDF-Dokument selbst. Nicht alle Links sind aktuell und sollten erneuert werden.

Haupt-Thema
Medien
Neben-Thema
Soziale Netzwerke
Gewalt im Netz / Risiken
Herausgeber
bitte-was.de (Kampagne der Landesregierung Baden-Württemberg)
Materialinhalt
Angabe von Literatur, Referenzen und Quellen
Anregungen für die Unterrichtsgestaltung
Arbeitsmaterialien für Lernende
Weiterführende Adressen / Fachstellen
Expliziter Bezug zu Curricula

Das Material "Ist das wahr oder kann das weg?" sind zwei Teilmodule des Materials "Informationskompetenz - Erkennen, was wahr und richtig ist" der Reihe "Bitte was?! - Kontern gegen Fake und Hass" des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg. Es richtet sich an die Klassen 7-10 an weiterführenden Schulen.

Das erste Modul (Unterrichtsmodul 2) bietet einen fallbasierten Einstieg in die Thematik (2 UE), bearbeitet grundlegende Begriffe (2 UE) und zeigt fünf Schritte zum Erkennen von Fake News auf (1 UE).

Das zweite Modul (Unterrichtsmodul 3) baut auf das vorhergehende auf, bietet einen wiederholenden Einstieg und ermöglicht einen Analyse von Fake-News-Beispielen (2 UE), lässt die Schüler:innen Tipps zum Umgang mit Fake News erarbeiten und diese in geeigneten Medienprodukten darstellen (2 UE), ermöglicht die Reflexion des Themas und der erarbeiteten Produkte - u.a. mittels eines Fake-News-Quizes - (1 UE) und schlägt ein freiwilliges Zusatzmodul zur Erstellung eines eigenen Fake-News-Quizes vor (1 UE).

Eine Kurzbeschreibung, die Bezugnahme zu Bildungsplänen, didaktische Hinweise und Arbeits- und Lösungsblätter sind ebenfalls Teil des Materials.

Erscheinungsjahr
2020
Autor/in
Prof. Dr. Wolfgang Schweiger, Jennifer Madelmond, Constantin Schnell, Marco Herbst, Sophie Kitzmann
Materialformat
Download (z.B. PDF)
Tags
Fake News
Informationskompetenz
Meinungsbildung
Stufe
Sekundarstufe I
Zielgruppe
7. Klasse
8. Klasse
9. Klasse
10. Klasse
Fächer
fächerübergreifend
Deutsch
Ethik / Lebenskunde / Religion