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School of Fish: Fischkonsum und Nachhaltigkeit

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Das Material besteht aus pdf Dateien zum Download, davon:
- Eine 36 seitiges Zeitbild-Magazin mit Hintergrundinformationen, didaktischen Hinweisen, 8 Arbeitsblättern und Lernkontrolle.
- 15 bunte einseitige Arbeitsblätter
- 1 einseitige Seite mit Lösungshinweisen und Linklisten

Thematisch werden Nachhaltigkeit in der Fischerei, Fisch als Wirtschaftsfaktor und Lebensmittelverarbeitung in der Fischproduktion behandelt.

Das Material kann mit befriedigend bewertet werden, da die inhaltliche Darbietung und das Bemühen um die Interessensweckung zum Themenkomplex Fisch und Fangmethoden durchaus gelungen ist. Die zusätzlich zu den im begleitenden Magazin dargebotenen 15 Arbeitsblätter können den Unterricht vor allem in höheren Klassen bereichern. Im Zentrum stehen die Fangmethoden und die Problematik der Überfischung - diesen Themen wird mit interessanten Kommentaren und Erklärungen begegnet. Die Gewichtung liegt vor allem darin, die Probleme Fischrereiwirtschaft, die sich als Herausgeber feststellen lassen, zu diskutieren - leider fehlen gleichberechtigte Statements kritischer Stimmen (z.B. NGOs), die Beleuchtung sozialer Ungerechtigkeit in Fanggebieten z.b. in Entwicklungsländer, u.a. die Schwermetallbelastung oder tierethische Aspekte, die zur Urteilskompetenz der Schüler/innen wichtig sind.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Das Material kann mit befreidigend bewertet werden, da die inhaltliche Darbietung und das Bemühen um die Interessensweckung zum Themenkomplex Fisch und Fangmethoden durchaus gelungen ist. Die Arbeitsblätter im bunt bebilderten schön aufgemachten Magazin sind spannend und handlungsorientiert - die zusätzlichen 15 Arbeitsblätter können den Unterricht vor allem in höheren Klassen bereichern. Im Zentrum stehen die Fangmethoden und die Nachhaltigkeitsproblematik - dies wird ausführlich behandelt und mit interessanten Kommentaren und Erklärungen diskutiert - trotzdem erscheint die Argumentation zur Problematik der weltweiten Überfischung bzw. Aquakultur etwas verzerrt, zu gemäßigt. Ausgesuchte Interviews und Texte relativieren tlw. die Problematik bis hin zur Behauptung einer überzogenen Argumentation z.B. von Greenpeace (Magazin S. 20). Trotz der Publikation 2011 werden Fischbestandswerte von 2008 zur Diskussion verwendet, obwohl derzeit aktuellere (brisantere) Daten vorhanden sind. Ernährungsphysiologisch wird der Fisch ausschließlich als gesund propagiert - Belastungen (Schwermetall, radioaktiv u.a.) bleiben außen vor. Zu beachten ist, dass die Unterrichtseinheiten vom Zeitbild Verlag herausgegeben wird und vom Fisch-Informationszentrum e.V. gefördert ist - dies ist eine Dachorganisation vieler kommerzieller Fisch-Betreibe (Bundesverband der deutschen Fischindustrie, Frosta, NORDSEE u.v.a.) Die interessensorientierte Empfehlung zum Verzehr von Fisch trotz der diskutierten Überfischung, das Bemühen um die Akzeptanz von Aquakulturen und die ausschließlich gesundheitlichen Vorteile von Fisch sind erkennbar. Mehr kritische Stimmen und Alternativen wären wünschenswert, um dem Vorwurf eines interessensgeleiteten Unterrichts besser vorzubeugen. Auch sollten die soziale Ungerechtigkeit in Fanggebieten in Entwicklungsländer mehr ins Zentrum gerückt und das eigene verbraucherpolitische Verhalten in Frage gestellt werden (z.B. Verzicht auf den Kauf von Tiefsee- oder Raubfischen). Trotzdem - aufgrund der schönen Aufmachung - ein interessantes Material, das kritisch begleitet durchaus zu einem spannenden Unterricht eingesetzt werden kann.