(M)eine Gemeinde: Wofür gibt sie Geld aus?

Reihe: Unterrichtsbeispiele zur sozioökonomischen Bildung

Grafik des Unterrichtsmaterials (M)eine Gemeinde: Wofür gibt sie Geld aus?

Quelle: I N S E R T – Projektnetzwerk

(M)eine Gemeinde: Wofür gibt sie Geld aus?

Reihe: Unterrichtsbeispiele zur sozioökonomischen Bildung

Herausgeber
INSERT – Fachgruppe GESÖB der Österreichischen Geographischen Gesellschaft
Materialformat
PDF Datei(en)
Zielgruppe
Mittelstufe
Preis
kostenlos
Fachlicher Inhalt
Befriedigend
Methodik-Didaktik
Ausreichend
Formale Gestaltung
Befriedigend
Gesamtbewertung
Befriedigend

Das Unterrichtsmaterial "(M)eine Gemeinde: Wofür gibt sie Geld aus?" ist in erster Linie für die Schulen (das Schulsystem) in Österreich entwickelt worden, kann aber auch auf das deutsche Schulsystem adaptiert werden. Im Kern geht es dabei um das Budget einer Gemeinde, in welchen Aufgabenbereich die "Steuereuros" fließen.
Positiv zu bewerten ist, dass damit ein wichtiger Bereich zur sozioökonomischen Bildung eingebracht wird: Ausgaben / Einnahmen in einer Gemeinde, die Budgetierung. 
Leider wird nur anhand von drei knappen Unterrichtsmaterialien versucht, die Schüler:innen anzuleiten, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Das erscheint zu kurz gegriffen, hier besteht ein großer Entwicklungsbedarf, auch in der methodisch-didaktischen Anleitung für die Lehrkraft.  

Ausgehend von der Bearbeitung eines Lückentexts (Meine Gemeinde) sollen sich die Lernenden mit der Situation ihrer Gemeinde auseinandersetzen und die Ausgaben und Einnahmen einer Gemeinde kennenlernen. Diese Gegenüberstellung von Bereichen in der Gemeindeverwaltung wie Feuerwehrwesen, Bildung, Sport, Soziales, Wirtschaftsförderung etc. mit den möglichen Einnahmebereichen wie Müllgebühren, Gemeindeertragsanteil, Hundeabgabe etc. soll die Schüler:innen für die Aufgabe einer Gemeinde (und besonders "ihrer" Gemeinde) sensibilisieren. Leider werden die aufgelisteten Bereiche inhaltlich nicht weiter erörtert. In der vorgeschlagenen Kurzgeschichte, eher eine Art Steckbrief, werden in einer wichtigen Fragestellung die Lernenden motiviert, sich mit Verbesserungen in ihrer Gemeinde auseinanderzusetzen "Wenn ich Bürgermeister/in wäre, würde ich ... Leider wird dieser Lernimpuls nicht weiter aufgegriffen. Nach der Analyse eines Diagramms (das erst im Internet herunterzuladen ist) können die Lernenden in einem Lückentext Begriffe ergänzen. Ob hiervon ein Lerneffekt ausgeht , scheint zumindest ungewiss. 
Die Idee zu einem solchen Unterrichtsmaterial in der sozioökonomischen Bildung ist durchaus positiv, allerdings reichen dann nur drei Arbeitsblätter für den pädagogischen Lernprozess und als Input nicht aus. Die Zeitangabe scheint auch zu knapp bemessen (1 UE / 50 Min.).
Ein großes Potential würde auch darin stecken, die Schüler:innen aufzufordern, Ideen für ihre Gemeinde zu entwickeln, wie z.B. Wie nachhaltig ist unsere Gemeinde heute? (Analyse) / Wo gibt es Verbesserungsvorschläge und Ideen aus anderen Gemeinden? Wie soll meine Gemeinden in 20 / 30 Jahren aussehen? Wie kann sie die Zukunftsaufgaben (Nachhaltigkeit / Klimawandel / Verkehr etc.) meistern?

Haupt-Thema
Finanzen
Neben-Themen
Umgang mit Geld / Zahlungsverkehr
Herausgeber
INSERT – Fachgruppe GESÖB der Österreichischen Geographischen Gesellschaft

Ausgangspunkt dieser Unterrichtseinheit ist die Fragestellung, "Wofür (M)eine Gemeinde Geld ausgibt." Anhand der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße werden konkrete Ausgaben für verschiedene "Leistungsbereiche" aufgegliedert, wie z.B für die Verwaltung, das Feuerwehrwesen, die Öffentliche Ordnung, Bildung, Sport, Soziales etc. Anhand einer Kurzabfrage werden die Schüler:innen eingebunden und können ihre Gemeinde kurz beschreiben. Im zweiten Schritt werden sie damit vertraut gemacht, wofür eine Gemeinde ihr Geld ausgibt bzw. auch woher ihre Einnahmen kommen: wie z.B. Wasser- und Kanalgebühren bis hin zur Hundeabgabe (Hundesteuer). Es folgt eine Analyse mithilfe der Visualisierung eines Kreisringes. All das soll für die Lernenden klären, wofür eine Gemeinde verantwortlich ist und woher das benötigte Geld kommt. Insgesamt bleibt das Unterrichtsmaterial sehr knapp und zielstrebig. Für die Lernenden bietet es wenig Raum und Zeit, sich mit ihrer Gemeinde zu identifizieren und das Unterrichtsziel nachzuvollziehen. Auch die vorgegebenen Zeitangaben lassen wenig Raum für tiefere Erörterungen.

Das Unterrichtsmaterial für das Österreichische Schulsystem entwickelt.

Erscheinungsjahr
2021
Autor:in
Kirstin Stuppacher, Karin Golser-Ebner
Materialformat
PDF Datei(en)
Zielgruppe
Mittelstufe
Fachbezug
Fächerübergreifend
Gesellschaftswissenschaften