Unterrichtsmaterial: Extremismus im Netz erkennen

Titel des Materials und Logo der Reihe, darunter ein Mann, dreifach abgebildet, jeweils in einem anderen Kostüm

Unterrichtsmaterial: Extremismus im Netz erkennen

Herausgeber
Bayerischer Rundfunk, ARD, ZDF und Deutschlandradio
Materialformat
Kleine Arbeitseinheit
Zielgruppe
Mittelstufe
Preis
kostenlos
Fachlicher Inhalt
Sehr gut
Methodik-Didaktik
Sehr gut
Formale Gestaltung
Sehr gut
Gesamtbewertung
Sehr gut

Das Material „Extremismus im Netz erkennen“ bietet das Potential, ein gesellschaftliches bedeutsames Thema mit besonderer Brisanz im Unterricht zu bearbeiten, Wissen über aktuelle Strategien extremistischer Akteur*innen zu vermitteln und bestenfalls einen positiven Effekt auf alltägliche Social Media-Gewohnheiten von Jugendlichen zu haben.

Positiv hervorzuheben ist:

  • Ergänzung um Materialien in Leichter Sprache
  • Multimedialität (u. a. informativ gestaltetes Video) und Methoden-Vielfalt (u. a. Recherche, Quiz)
  • Optisch ansprechend gestaltet mit strukturierenden Elementen, wie farblichen Hervorhebungen und Umrandung zentraler Elemente
  • Download-Angebot der Unterrichtsmaterialien ist hilfreiche Ergänzung

Entwicklungspotential besteht im Bereich:

  • Fächerangaben auf Website abgleichen und in Download-Dateien einfügen 
  • Kontinuität bei Verzicht auf gendergerechte Formulierungen (oder durchgängig einführen)
  • Texte in Dateien ergänzen um Link zum Angebot auf Website (Übersichtsseite „Radikal getarnt“)
  • Hinweis „Benötigtes Material“ ergänzen um Geräte und Internetverbindung für Recherche

Das multimedial aufbereitete Webangebot „so geht MEDIEN“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio, federführend produziert vom Bayerischen Rundfunk, bietet Lehrkräften modern, abwechslungsreich, ansprechend und zielgruppengerecht gestaltete Unterrichtsmaterialien. Digitale Medien und insbesondere Social Media-Beiträge nehmen einen großen Einfluss auf die politische Meinungsbildung und Entscheidungsfindung. Dies machen sich auch Extremist*innen zunutze. Mit Hilfe der Unterrichtseinheit „Extremismus im Netz erkennen“ gelingt es, das notwendige Wissen zu vermitteln, um aktuelle Strategien von extremistischen Akteur*innen zu erkennen, einzuordnen und wenn möglich gegen sie aktiv zu werden.

Das Dokument zum Stundenablauf bietet neben methodisch-didaktischen Hinweisen hilfreiche Sachinformationen für den Einstieg und als Hintergrundwissen für die Lehrkraft. Das Video, das gezielt in zwei Abschnitten geschaut wird, hat einen auflockernden und informativen Charakter zugleich. Die vertiefenden Informationen, die in einem weiteren Dokument bereitgestellt werden, sind klar formuliert und inhaltlich passend ausgewählt. Der Einbezug des Textmaterials sowie des Quiz wird im vorgeschlagenen Unterrichtsbeispiel nicht benannt. Es würde den ohnehin eher knapp bemessenen zeitlichen Rahmen überschreiten. Die Einbeziehung dieser gelungenen Materialien wäre denkbar durch den Hinweis auf eine Erweiterung der 45 Minuten (als Hausaufgabe oder weitere Unterrichtsstunde).

Das Arbeitsblatt ist klar strukturiert und optisch ansprechend gestaltet. Die vorrangigen Gestaltungselemente sind Screenshots aus beliebten Social Media-Kanälen mit Platz für Notizen. Das Quiz stellt eine attraktive Möglichkeit zur Überprüfung und Sicherung des Wissens aus dem Film dar. Führt man das Quiz online durch, so ist die Rückmeldung auf „Falsch“ bzw. „Richtig“ und das Einblenden der einen jeweils korrekten Antwort begrenzt. Dies kann bei Fragen zu alltäglichen Nutzungsweisen der Heranwachsenden unter Umständen zu Irritationen führen (Fragen 1 und 2). Um diese aufzufangen und mehr Raum für die Einbeziehung persönlicher Erfahrungen zu geben, wäre beispielsweise ein anschließendes Klassengespräch gut denkbar.

Positiv hervorzuheben sind die zusätzlichen Hilfestellungen zur Durchführung des Unterrichts in Leichter Sprache. Die Tipps zielen insbesondere auf eine Fokussierung und Reduzierung der Komplexität ab (Verlagerung von Inhalten auf weiterführende Unterrichtseinheiten, zwei statt vier Beispiele im Arbeitsblatt). Die Umsetzung dieses wichtigen Ansatzes ist ausbaufähig, in dem die Regeln der Leichten Sprache konsequent angewendet werden (z. B. im Stundenablauf Verzicht auf eingebettete Nebensätze in den Fragen bzw. Aufgabenstellungen).

Haupt-Thema
Medien
Neben-Themen
Verbraucherschutz
Gefahren im Internet
Medienkompetenz
Social Media / Influencer
Herausgeber
Bayerischer Rundfunk, ARD, ZDF und Deutschlandradio

Die Unterrichtseinheit zum Thema „Extremismus im Netz erkennen“ ist für die Jahrgänge 9 und 10 konzipiert und umfasst 45 Minuten. Sie ist eingebunden in das Webangebot „so geht MEDIEN“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio; federführend produziert vom  Bayerischen Rundfunk. Die Förderung von Medienkompetenzen – mit Fokus auf Medienkritik und -analyse – steht im Vordergrund. Sie ist verknüpft mit dem Ziel, die politische Meinungsbildung zu unterstützen und basiert u. a. auf der Auseinandersetzung mit aktuellen Strategien extremistischer Akteur*innen.

Die bereitgestellten Download-Materialien ermöglichen die Vorbereitungen auch ohne Internetzugang. Sie bestehen aus einem elfminütigen Video (in sechs verschiedenen Datei-Größen) und sechs PDF-Dateien: Stundenablauf mit methodisch-didaktischen Hinweisen, Quiz, vertiefende Informationen, Arbeitsblatt für Schüler*innen, Stundenablauf und Arbeitsblatt auch in Leichter Sprache.

Erscheinungsjahr
2019
Reihe
so geht MEDIEN
Materialformat
Kleine Arbeitseinheit
Multimedialer Onlinekurs
PDF Datei(en)
Zielgruppe
Mittelstufe
Fachbezug
Fächerübergreifend
Deutsch / Sprachen
Gesellschaftswissenschaften
Sachunterricht
Verbraucherbildung
Angabe laut Website: Jahrgänge 9 und 10; keine Angaben in den Download-Materialien