Führerschein: Gesunde Ernährung - Sekundarstufe

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Führerschein: Gesunde Ernährung - Sekundarstufe

Herausgeber
Persen Verlag
Materialformat
Analoges Material
Zielgruppe
Mittelstufe
Preis
24,45 EUR
Fachlicher Inhalt
Gut
Methodik-Didaktik
Gut
Formale Gestaltung
Sehr gut
Gesamtbewertung
Gut

„Die Bergedorfer Führerscheine „Gesunde Ernährung“ bieten umfangreiche Aufgaben für drei unterschiedliche Niveaustufen, um das Thema Ernährung in den Schulunterricht zu integrieren. Die Grundnahrungsmittel und Vitamine stehen im Vordergrund, aber auch Getränke und die vollwertige Zusammensetzung der Mahlzeiten werden betrachtet. Was ist gesund, was ist ungesund? Praktische Beispiele und die Ernährungspyramide erläutern es anschaulich. Die Arbeitsblätter und Aufgaben können dabei auch individuell zusammengestellt werden und so an das Vorwissen der Schüler angepasst werden.

Besonders positiv ist:

  • der einleitende Selbstcheck, der die SchülerInnen motivierend in das Thema einführt

  • die Themen umfassen wesentliche Aspekte gesunder Ernährung und bieten vertiefende Inhalte

  • Lehrer können je nach Vorwissen entsprechende Materialien auswählen oder diese anpassen.
     

Entwicklungspotenzial besteht im Bereich:

  • Nachhaltigkeit: die Integration vom sorgsamen und gewissenhaften Konsum unserer Nahrung könnten aufgenommen werden.

  • Lehrerinformationen könnten ergänzt werden: Welche Zusatzinformationen zu den Arbeitsblättern wären sinnvoll für ein noch besseres Verständnis?

  • Die Auswahl einzuordnender Nahrungsmittel und Mahlzeiten ist teilweise sehr einfach gehalten und könnte auch für die Klasse A herausfordernde Beispiele enthalten.“

Die „Bergedorfer Führerscheine „Gesunde Ernährung“ bieten eine einfache Integration der Ernährungsbildung in den Schulunterricht. Durch die Unterteilung in drei unterschiedliche Niveaustufen können sowohl Kinder mit als auch ohne Vorwissen angesprochen werden. Am Ende haben alle ihr Wissen erweitert und die Kompetenz zu erkennen, was eine gesunde oder eher ungesunde Ernährung ausmacht.

Der eingehende Selbstcheck ist sehr positiv und stellt einen motivierenden Einstieg in das Thema dar. Eine Frage des Checks (Frage 20) enthält eine Erläuterung. Diese könnte die Selbstbewertung beeinflussen und sollte weggelassen werden, da auch die anderen Frage ohne Informationen gestellt werden. Weiterhin sind die Frage natürlich eher so gestellt, dass eine positive Bewertung leicht zu erkennen ist. Hier wird daher betont, dass der Check nur für einen selbst ist und keine Bewertung erfolgt. Daher könnte die Überschrift sinnvoller nur heißen „Prüfe dein Ernährungsverhalten“. Ein weiterer Selbstcheck am Ende der Unterrichtseinheit könnte zur Abrundung angedacht werden. Ggf. auch als Freischreibtext für Klasse C, zum Beispiel als Fragestellung „Wie hat sich dein Ernährungsverhalten in den letzten Wochen geändert?“.

Insbesondere die Inhalte der Klasse A sind teilweise sehr einfach gehalten, ggf. wäre ein Zusatzarbeitsblatt mit Lebensmitteln, die nicht direkt auf den ersten Blick in gesund oder ungesund kategorisiert werden können, lohnend.

Zusätzliche Informationen für die Lehrkräfte, könnten ergänzt werden, um zu verdeutlichen, wie die einzelnen Lerninhalte besser verständlich werden, hier zwei Beispiele:

  • S. 21 „Was ist eine Portion Ketchup?“ Alle anderen Angaben sind leicht verständlich dargestellt, eine Angabe wie ein Esslöffel würde hier besser passen.

  • Wie viel Energie enthalten die Nährstoffe Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß? Die Frage wird in der Prüfung gestellt, aber nicht auf den Blättern erläutert.

Inhaltlich könnten folgende Punkte überprüft werden:

  • S. 13 Blattsalate: enthalten nur Vitamine und Mineralstoffe, wenn sie aus Bioanbau stammen.

  • S. 19 Tagesbedarf Kalzium wird nicht nur durch Milchprodukte gedeckt, wer isst schon 5 kleine Joghurts? Bzw. 3 Gläser Milch aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht sinnvoll. Das muss zumindest mündlich erläutert werden.

  • S. 20 die Antwortmöglichkeiten auf die Frage, worauf man bei Käse achten sollte, ist irreführend und könnte suggerieren, dass light-Varianten zu bevorzugen sind. Hier könnte besser die nach der DGE empfohlene Menge angegeben werden.

  • Test Klasse A, Frage 12: Jogurt hat natürlich am meisten Kalzium, dennoch ist mit Feldsalat ein Lebensmittel genannt, dass auch relevante Mengen Kalzium enthält.

  • Ernährungspyramide: die Erklärungen zu den Mengen sind uneinheitlich und teilweise nicht aussagekräftig:
    „ab und zu mal essen“,
    Fleisch mit Menge pro Woche vs. Fisch und Eier Anzahl pro Woche,
    „jeweils möglichst nur einmal pro Woche“ wird pauschal für Butter und Fastfood angegeben.
    Hier empfiehlt sich meiner Meinung nach eine Überarbeitung nach aktuellen DGE-Empfehlungen.

Insgesamt wird das Thema der gesunden Ernährung umfassen beleuchtet und verständlich bearbeitet. Eine breite Einbindung in den Schulunterricht wäre wünschenswert und ist durch die unterschiedlichen Niveaustufen gut umsetzbar.

Haupt-Thema
Ernährung
Neben-Themen
Ernährung
Bewusste Ernährung
Haushalt / Einkauf
Herausgeber
Persen Verlag

Die Bergedorfer Führerscheine „Gesunde Ernährung“ vermitteln Grundwissen zur Gesunden Ernährung für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen. Eine für die SchülerInnen motivierende Einleitung in das Thema bietet der Selbstcheck ihrer persönlichen Ernährungsgewohnheiten. Mit vielfältigen Arbeitsblättern unterschiedlicher Niveaustufen wird anschließend ihr Wissen zu verschiedenen Lebensmitteln und Nährstoffen ausgebaut. Aufgaben zur Reflexion des eigenen Ernährungsverhaltens und die abschließende Führerscheinprüfung runden die Unterrichtseinheit ab. Mit dem vordruckten Ernährungsführerschein in der Hand, können die neuen Ernährungsexperten stolz losziehen und ihr Wissen im Alltag praktisch umzusetzen.

Erscheinungsjahr
2017
Autor:in
Ursula Oppolzer
Preis
24,45 EUR
ISBN
978-3-403-23412-8
Materialformat
Analoges Material
Buch / Broschüre
Zielgruppe
Mittelstufe
Fachbezug
Gesundheit / Ernährung
Naturwissenschaften
Wirtschaft / Arbeitslehre
Sachunterricht
Verbraucherbildung