Durch die folgenden Buttons können Sie direkt auf einen speziellen Bereich des Inhaltes springen

Was ist Verbraucherbildung?

Verbraucherbildung meint vor allem zwei Dinge: Alltagswissen und Orientierungswissen. Sie hat das Ziel, aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen – für eine selbstbestimmte, verantwortungsvolle und gesundheitsförderliche Lebensführung. Verbraucherbildung ist ein lebenslanger Lernprozess und befähigt Menschen, ob jung oder alt, als Verbraucherinnen und Verbraucher verantwortungsbewusst zu handeln und sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Je früher die Fertigkeiten für einen reflektierten Konsum entwickelt werden, desto selbstverständlicher werden sie schon bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten im alltäglichen Handeln verankert sein. Desto einfacher wird es für Kinder und Jugendliche, den steigenden Anforderungen in einer zunehmend globalen, vernetzten und komplexen Welt der Waren und Dienstleistungen gerecht zu werden.

Symbol-Icon Finanzen

Finanzen

Informationen zum Marktgeschehen, Umgang mit Geld, zu Finanzprodukten und Krediten sowie zu Versicherungen und Werbung

Symbol-Icon Medien

Medien

Mediennutzung, Beschaffung von Informationen, Datenschutz und Urheberrechte, Soziale Netzwerke und Online-Werbung

Symbol-Icon Ernährung

Ernährung

Lebensmittel und ihre Herkunft, Qualität, Kennzeichnung, Wertschätzung und Konsum, Werbestrategien der Lebensmittelbranche sowie Fragen zu gesunder Lebensführung

Symbol-Icon Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Mobilität und Wohnen, Wachstum und Wohlstand, fairer Handel sowie Klima, Energie und Ressourcen

Verbraucherbildung im Unterricht

Lebensnah, praxisorientiert, zukunftsweisend: Die Themen der Verbraucherbildung haben für Kinder und Jugendliche eine natürliche Relevanz. Dies können Lehrerinnen und Lehrer nutzen und die Zugänge zum Lerngegenstand so gestalten, dass sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler angesprochen fühlen.

Wenn bereits Schülerinnen und Schüler lernen, sich als handelndes Subjekt in einem größeren Zusammenhang zu begreifen, profitiert davon die gesamte Gesellschaft: Informierte Verbraucherinnen und Verbraucher überschulden sich nicht so leicht, sie treten als selbstbewusste Kunden von Unternehmen, Banken und Versicherungen auf, die durch ihre Entscheidungen den Wettbewerb um bessere Angebote und Produkte positiv beeinflussen. Und nicht zuletzt können sie sich an wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungen beteiligen, etwa wenn es um die Nachhaltigkeit von Konsum oder den Verbrauch von Ressourcen geht. Wer also heute in eine breite und umfassende Verbraucherbildung von Kindern und Jugendlichen investiert, wird die Gesellschaft von morgen auf ein stabileres Fundament stellen.

Eine erfolgreiche Verbraucherbildung geht dabei über die reine Informationsvermittlung hinaus, indem sie neben theoretischem Wissen auch die Fähigkeit vermittelt, dieses Wissen in allen Lebensbereichen des Alltags umzusetzen und anzuwenden. Das bedeutet laut dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (2013), dass Verbraucherbildung an Schulen folgende Aufgaben erfüllen soll:

  • Sie stärkt die Gestaltungskompetenz sowie die differenzierte Urteilsbildung der Kinder und Jugendlichen,
  • sie stärkt die Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Alltagskompetenzen,
  • sie bezieht die lebensweltlichen Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien mit ein,
  • sie greift aktuelle gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Themen auf und
  • sie eröffnet konkrete Handlungsoptionen im Rahmen der in und im Umfeld der Schule gegebenen Möglichkeiten.

Als zentrale Schwerpunkte der Verbraucherbildung sollen Schulen die Themenbereiche Ernährung, Finanzen, Medien sowie Nachhaltigkeit an die Schülerinnen und Schüler vermitteln – und zwar alters-, zielgruppen- und schulformspezifisch. Dabei besteht die besondere Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer nicht nur darin, alle vier Themenbereiche im Unterricht abzudecken, sondern auch ihrer starken Verflechtung Rechnung zu tragen. Im Beschluss der KMK heißt es dazu, dass die „bloße Aneinanderreihung von Unterrichtsthemen“ der Herausforderung der Verbraucherbildung nicht gerecht werden könne. Vielmehr müssten die Zusammenhänge konkret herausgestellt und behandelt werden.

Ansätze für solche Verknüpfungspunkte gibt es vielfältige: Sei es die bewusste Ernährung, die gleichzeitig auf die Vermeidung von Plastikmüll achtet, die schwer zu erkennende Werbung, die Jugendliche über Influencer und in den sozialen Netzwerken erreicht, oder die wirtschaftlich erfolgreiche Schülerfirma, die nachhaltige Produkte auf dem Schulhof und im eigenen Online-Shop anbietet. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der vzbv unterstützt Schulen und Lehrende bei der Umsetzung von Verbraucherbildung mit vielfältigen Angeboten:

Online-Fortbildungen und Termine

Das Netzwerk Verbraucherschule bietet Online-Fortbildungen zu Verbraucherthemen an. Teilnehmen können alle Lehrkräfte der Schulen aus dem Netzwerk Verbraucherschule. Die Anmeldung im Netzwerk Verbraucherschule ist jederzeit über das Online-Formular möglich. Für die Teilnahme an den Online-Fortbildungen kann eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt werden.

Zusätzlich finden Sie an dieser Stelle Termine der Verbraucherzentralen und Partner der Verbraucherbildung.

Das Logo der Konferenz zukunft bilden

Quelle: Stiftung Bildung

30. - 31.5.2022

Konferenz #zukunftbilden

Eine Konferenz des Fachforums Schule der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, in der Schnittmengen von Bildung für nachhaltige Entwicklung, politischer Bildung und Demokratiepädagogik identifiziert werden, um eine transformative Bildung zu gestalten.
Mehr erfahren
Logo Verbraucherschule

Quelle: vzbv

31.05.2022, 16:00 - 17:30 Uhr

Als Verbraucherschule bewerben: So geht's!

In dieser digitalen Informationsveranstaltung stellen wir vor, wie Sie sich um die Auszeichnung Verbraucherschule bewerben können und beantworten Ihre Fragen.
Mehr erfahren
Junge Frau sitzt auf dem Sofa

Quelle: Wayhome Studie - Adobe Stock

01.06.2022, 16:00 - 17:30 Uhr

Startklar für die erste eigene Wohnung: Der Energieführerschein

Mit der Online-Fortbildung bietet das Netzwerk Verbraucherschule einen inhaltlichen Einblick in Energiethemen, die im Unterricht umgesetzt werden können.
Mehr erfahren

Aktuelle Unterrichtsmaterialien

Grafik des Unterrichtsmaterials Ist das wahr oder kann das weg? - Fake News im Netz

Quelle: bitte-was.de

Medien Icon

Medien

„Ist das wahr oder kann das weg?“ – Fake News im Netz: Teil 1 und Teil 2

Das Material klärt einführend über Fake News und ihre Phänomene auf, gibt Hinweise zum Erkennen und schlägt medienpraktische Ansätze zur Bearbeitung vor, z.B. durch Flyer, Plakate oder Präsentationen.
Mehr sehen
Grafik des Unterrichtsmaterials Wünsche

Quelle: Projekt cLEVER

Verbraucherbildung (allgemein)

Verbraucherbildung im Fachunterricht - Wünsche

In Baden-Württemberg wurde zur Implementierung der Verbraucherbildung die Leitperspektive Verbraucherbildung entwickelt. Zur Förderung der Konsumkompetenz werden anhand von Umsetzungsbeispielen für den Deutschunterricht konkrete Arbeitsmaterialien vorgelegt. Ausgehend von der Fragestellung "Welche Rolle Bedürfnisse (und Wünsche) bei unseren Kaufentscheidungen eine Rolle spielen" werden vielfältige Arbeitsblätter angeboten, von einem "Märchen mit den drei Wünschen" bis hin zur Analyse von Werbung und ihren Versprechen.
Mehr sehen
Grafik des Unterrichtsmaterials Umgang mit Geld

Quelle: Bankenverband

Finanzen Icon

Finanzen

Umgang mit Geld

Das Material zum Thema "Umgang mit Geld" bietet vielfältige Anregungen für die Unterrichtsgestaltung zum Thema Haushalten udn Budgetplanung, Konsumverhalten und Werbung sowie Taschengeld und Nebenjob. Das Material gehört zu einer größeren, sechsteiligen Reihe "Geld im Unterricht".
Mehr sehen